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Warum ich kein Dom sein möchte!

Nee, lass mal sein – viel zu stressig und aufwendig

 

Die viele Zeit bei der Partnersuche, die unzähligen Kaffee-Sessions bis die richtige gefunden ist. Hast Du eine gefunden, die sich endlich mal bequemt vor Dir zu knien, geht die Maloche erst richtig los.

Ständig diese Fürsorge und Aufmerksamkeit, das kostet wirklich viel Nerven und Zeit. Dazu der ständige Aufwand die Session zu gestalten, mal ganz abgesehen von der ganzen Kohle, für die vielen Spielsachen.

Nach dem harten Sex, wo ich mal wieder die ganze Arbeit hatte, einfach umdrehen und einschlafen? Vorbei sind diese glücklichen Zeiten, Auffangen, bzw. Aftercare – wie jetzt so schön heißt, ist  angesagt.

Da will man mal wieder als Paar zu den Kumpels in den SM-Club. Pustekuchen, die Schuhe vom letzten Mal passen nicht zum Themenabend. Wozu dieser ganze Stress Sie geht doch sowieso nackend nur mit Halsband? Ich bin mir sicher, ich kenne jeden Schuhladen in der Stadt.

Dazu noch das ganze gequatschte nach der Session über Ihre Sehnsüchte und Wünsche. Soll Sie doch zufrieden sein, dass Ich Ihr nicht nur einen multiplen Orgasmus, sondern noch einen Abflug, im Schweiße meines Angesichts, ermöglicht habe.

Zum Glück habe ich heimlich ein Kommunikation-Training besucht. Ihre Session-Kritik kann ich jetzt bereits in 90 Minuten abhandeln und komme so noch in den Genuss von 4 Stunden Schlaf.

Habe ich den Eindruck, dass es für mich gerade erträglich ist, geht Sie doch einfach zum Subbi-Stammtisch. Ich brauche dann wieder 2 Wochen, bis ich den gehörten Blödsinn, wieder ausgeredet habe. Steht jetzt, nach wiederholten Stammtischbesuch, auf meiner No-Go Liste, irgendwo muss man als Dom versuchen, Sub die Grenzen zu setzen.

Der Versuch ist aber kläglich gescheitert und endete in einer wochenlangen Diskussion über 24/7 und TPE – das steht jetzt auf Ihrer No-Go Liste.

Bildquelle: Pixabay

Dazu kommt, sind die ersten Rosa Wolken verflogen, das tägliche Geziehe und Gezerre, das wäre nicht männlich und das ist nicht dominant – nehme endlich mal Haltung an und mach mal wieder regelmäßig Sport. Völlig unverständlich für mich, dieser Anspruch an meine Dominanz im Alltag. Wertschätzung, früher ein Lippenbekenntnis jetzt müssen Taten folgen. Hat jemand überhaupt eine Vorstellung, was Wertschätzung für ein Sub bedeutet?

Mein Tipp bereits beim 1. Kaffee-Treffen abklären, sonst habt Ihr später als Dom nichts mehr zu lachen und die eigene Freizeit könnt Ihr gegenstandslos streichen.

Früher stand lediglich meine Zahnbürste im Badezimmer-Schrank. Jetzt findet man dort eine sorgfältige Auswahl von frei erhältlichen Stresskillern, neben den üblichen potenzsteigernden Mittelchen auch noch eine Tagescreme für den aktiven Mann.

Ich glaube ja an Reinkarnation, sollte mein Schöpfer dann wieder die Neigen im BDSM verteilen, werde ich nicht mehr aufspringen und lauthals hier rufen!

Letzte Aktualisierung: 2019-05-18 09:44:20

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