Soft SM – Spanking

Spaß soll es machen… und zwar für beide! Das sollte das Hauptmotto einer SM Session sein. Nach meinem Blog Beiträgen Schlagwerkzeuge und Aufwärmen – Spanking habe ich einige Anfragen erhalten, ob ich nicht ein paar Tipps für den sanften Einstieg ins SM hätte. Die Vorlieben sind vielfältig und nicht jede(r) Sub kann dem Brennen, das z.B. der Peitschenhieb auf der Haut hinterlässt, was erotisches abgewinnen.

Soft-SM – Bildquelle: SMoRuN

Spanking Workshops

Grundsätzlich kann ich einen Besuch eines entsprechenden Workshop empfehlen, die vielerorts Angeboten werden, wie z.B.von Lady Kira von  L K Events. Ein SM Workshop hat den Vorteil, das man einen Überblick der gebräuchlichsten Schlaginstrumente und deren sachgemäße und sichere Handhabung für seine SM Session bekommt und das auch praktisch unter Anleitung üben kann. Zusammen mit vielen praktischen Tipps und den Sicherheitshinweisen von einem erfahrenden SMler, sind diese Workshops den Kostenbeitrag wert.

Von kostenpflichtigen “Schnupperkursen”, wie  sie z.B. auf Erotik oder Fetisch-Messen angeboten werden, kann ich jeden nur abraten. Diese sind einfach zu Kurz um sich das Thema zu erschließen und man bekommt die dort angebotenen Information kostenlos im Internet oder in einen BDSM-Fachgeschäft vor Ort. Erstaunlich, dass in einigen BDSM Communitys das auch noch beworben wird. Hier wird einfach, von selbsternannten Mentoren, mit der Unsicherheit der Anfänger Kasse gemacht.

Mit den notwendigen Eigeninteresse und mit etwas Aufwand, kann man auch selbst und ohne fremde Hilfe, sich das Thema SM und Spanking erschließen. Ein guter Einstieg ist z.B. das SM-Handbuch von Matthias T.J. Grimme, welches man direkt bei Autor oder bei Amazon bestellen kann. Das Buch liefert, neben den benötigten theoretische Grundwissen einen brauchbaren Überblick über das Thema SM.

Auswahl der Schlaginstrumente

Als Anfänger bzw. für das Soft-SM sollte man sich die Schlaginstrumente ansehen, die eigentlich für den Intimbereich des Körpers vorgesehen sind. Diese lassen sich unter Berücksichtigung der Sicherheitszonen am ganzen Körper spielen. Ein Beispiel ist der “Snuggel” (engl.: sich anschmiegen, kuscheln), ein intim Flogger, wie er z.B. von MChurt angeboten wird. Die Tails aus super weichem Anilin-Leder wirken je nach Einsatzstärke streichelnd bis sanft massierend. Bissig wird dieser Flogger nur, wenn man tatsächlich sehr heftig damit zuschlägt.

Snuggel Floger und Drachenzung
Spanking – Bildquelle: SMoRuN

Ebenfalls leicht zu dosieren ist die gerollte Drachenzunge aus weichen Rindsleder. Sie bietet eine Steigerung zum Snuggel, fällt für mich aber immer noch in den Soft-SM Bereich. Der Kopf des runden verzierten Metallgriffs legt eine Nutzung auch für andere Zwecke nahe. Der dritte im Bunde wäre für mich die klassische Gerte, wobei ich für die Soft-Variante, den Reitstock mit extra breiter Klatsche bevorzugen würde. Ein Reitstock ist deutlich weniger elastisch als normale Reitgerten, lässt sich damit aber wesentlich leichter führen bzw. auch dosieren.

Alle drei Schlaginstrumente von McHurt bieten einen leichten und spielerischen Einstieg in das Thema Soft-SM. Ich benutze diese auch selbst, z.B. zum Aufwärmen oder in Kombinationen mit andern Schlaginstrumenten in einer Session.

Wer noch keine Übung mit den Schlaginstrumenten hat, sollte erstmal am eigenen Körper z.B. am Unterarm oder an der Wade austesten, wie hart die Hiebe sind. Wichtig: Empfindliche Stellen wie Nieren, Leber, Eierstöcke und Gelenke dürfen beim Partner nicht getroffen werden! Eine Grafik für die Sicherheitszonen findet Ihr auch in unseren BDSM Lexikon.

Und denkt an das Safeword – wenn Schluss ist, ist Schluss!

 

Letzte Aktualisierung: 2019-09-04 06:52:24

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