Gefahren im BDSM

Grenzen und Gefahren im BDSM

Wer BDSM erleben möchte, läuft auch immer Gefahr, gerade bei der Partnersuche, auf extreme Persönlichkeiten zu treffen. Die Gefahren im BDSM bestehen vor allem dann, wenn man die eigenen Grenzen und die des (neuen) Partners nicht kennt, beziehungsweise überschreitet.

Gefahren im BDSM
Bildquelle: Adobe Stocks

Mögliche Gefahren im BDSM

  • Übertreten der persönlichen Grenzen
  • Mangelnder Respekt vor dem Partner
  • Verlusts der sexuellen Selbstbestimmung
  • Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse zugunsten des Gefallens
  • Psychischer Leidensdruck
  • Gewaltmissbrauch, Vergewaltigung, Manipulation
  • Übertreten körperlicher Grenzen
  • Konditionierung des Lustschmerzes

Um möglichen Gefahren von BDSM zu entgehen, sollte ein vorsichtiger, offener und respektvoller Umgang miteinander vorausgesetzt werden und das bereits beim Kennenlernen. Die Wahrung der eigenen Grenzen sowie der Grenzen des anderen muss immer wieder hinterfragt werden.

Der submissive Part sollte deshalb die Wahl seines Dom oder FemDom sorgfältig prüfen, da er sich körperlich und psychisch ein Stück weit in dessen Obhut begibt. Sich eine gemeinsame Ebene, Vertrauen und Stabilität zu erarbeiten, steht dabei unter anderem im Vordergrund.

Grenzen im BDSM

Eine Grenze im BDSM Kontext bezeichnet Praktiken (oder Intensität), die für einen selbst oder nach Absprache mit dem Partner, in einer Session, als inakzeptabel oder riskant betrachtet wird. Die Sicherheit und Vermeidung von unerwünschten körperlichen und seelischen Schäden steht über der Befriedigung der eigenen Lust.

Die Grenzen des sadomasochistischen Spiels sind zwischen den beiden Partnern festlegbar, und es ist beiden bzw. allen Beteiligten klar, worauf sie sich einlassen. Dies setzt intensive Gespräche über Wünsche, Neigungen und Abneigungen sowie eine Aufklärung über die medizinischen und psychischen Risiken und Gefahren voraus.

Wo sind meine eigenen Grenzen?

Jeder von uns hat seine Grenzen. Wenn jemand anderes diese überschreitet, fühlen wir uns unwohl und  irritiert. Das gilt besonders für die eigenen sexuellen Grenzen und die damit verbunden Tabus. Es ist nicht gerade selten, das sich submissive Personen, bei der Partnersuche,  gerne als tabulos bezeichnen, nur um einen potenziellen dominanten Partner zu gefallen. Dabei wird gerne übersehen, das auf die eigenen Grenzen zu achten, zum großen Bereich des Einvernehmens gehört, was sowohl für Dom als auch für Sub gilt.

Was hat Einvernehmen mit BDSM zu tun?

Da eine BDSM Sessions oft an persönliche Grenzen stoßen, unangenehm, schmerzhaft oder sogar gefährlich sein können, kommt diesem Konsens im BDSM eine wichtige Bedeutung zu. Besonders die beiden Modelle SSC und RACK sind viel diskutierte Formen der Einvernehmlichkeit. Das zugrunde liegende Prinzip in beiden ist die individuelle Entscheidungsfreiheit einer jeden Person, in die nicht eingegriffen werden darf.

Einfache Regeln im BDSM festlegen

Das Festlegen und Befolgen einiger elementaren Spielregeln, scheint (für mich) unabdingbar zu sein, um eventuellen Gefahren im BDSM entgegenzuwirken:

  • Offene Kommunikation und bedingungslose Ehrlichkeit
  • Vertrauensvoller Umgang miteinander
  • Klärung der gemeinsamen Grenzen und Tabus
  • Abklären und Herantasten an die jeweiligen Spielarten im BDSM
  • Einlassen auf den Partner, Gespür für dessen Grenzen kennenlernen – Empathie

Neben der Einvernehmlichkeit, spielt die Eigenverantwortung eine zentrale Rolle im BDSM. Alle Handlungen geschehen im gegenseitigen Einverständnis – alles andere liegt außerhalb von BDSM. Die Frage, die man sich immer wieder selbst stellen sollte, ist:

Ist BDSM ein Weg mit Herz?

Wenn ja, ist er gut. Wenn nicht, ist er nutzlos. Dann geh einen anderen Weg und finde deinen.

 

Letzte Aktualisierung: 2020-11-17 19:30:53

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