Fixieren und Lösen

Zum Fixieren von Sub gibt es viele verschiedene Dinge, passend für jeden Geschmack.

Manschetten für Hand und Fußgelenke aus Leder, gepolstert oder einfach, Hand/Fußschellen aus Stahl, Ketten und Seile.

Wichtig ist bei allen, dass man sie richtig anlegt. Also nicht zu stramm um die Blutzirkulation nicht einzuschränken und auch nicht zu locker, das Sub evtl während der Session aus der Fixierung rutscht und sich wohl möglich noch verletzt.

Manschtten zu locker
Manschtten zu locker – Bildquelle: SMoRuN

Zuerst sollte man körperliche Einschränkungen und die Tagesform von Sub in seine Überlegungen mit einbeziehen, ebenso die Möglichkeiten im Raum. Schließlich hat nicht jeder ein komplett eingerichtetes Studio zu Hause. Doch mit einem stabilen Tisch oder Bett, auch einem Stuhl oder Sessel lässt sich schon einiges anfangen.

Ebenso sollte man sich Gedanken machen, welche Position man für Sub wählt. Sehr restriktive Positionen sind zwar sicherlich amüsant für Dom/Domme aber nicht lange machbar für Sub. Dann muss man lostüddeln und neu Fixieren.

Strapado
Bildquelle: SMoRuN

Es empfiehlt sich beim Fixieren eine Position zu wählen, bei der die Arme nicht über Kopfhöhe angebracht werden, wenn man eine längere Session plant. Ansonsten muss man während der Session mit Kreislaufproblemen bei Sub rechnen, spätestens aber beim Abnehmen. Daher ist die Fixierung am Andreaskreuz nicht gut geeignet für Subs mit Herz-Kreislaufproblemen und niedrigem Blutdruck. Auch bei der Fixierung der Arme streng nach hinten, sollte man sich immer zwischendurch davon überzeugen, dass die Blutzirkulation noch funktioniert. Besonders bei der Anwendung von einem Mono-Handschuh. Das gilt auch, bei der Fixierung der Beine in stark angewinkelten Positionen. Viele bemerken es ja schon beim Knien, dass die Unterschenkel und Füße dann gern mal einschlafen.

Beim Lösen jeglicher Fixierung sollte man Immer mit den Füßen beginnen. Das sollte in Fleisch und Blut übergehen, da es besonders wichtig bei Fixierungen im Stehen ist, dass Sub selbst einen guten Stand hat, bevor man die Hände löst. Gerade am Andreaskreuz wäre ein umgekehrtes Vorgehen fatal, da man Sub sonst auffangen muss. Im glücklichsten Fall hält man Sub im Arm, in schlimmsten Fall, knallt Sub hilflos auf den Boden. Also die Füße lösen, Sub auffordern, die Füße auf Schulterbreite zusammen zu nehmen, Fersen etwa 30-50 cm vom Kreuz entfernt, je nach Größe von Sub. Da bis auf ganz wenige Ausnahmen, die Kreuze immer an der Wand befestigt sind, stemmt man jetzt sein Knie zwischen Subs Beine gegen die Wand und löst eine (!) Hand. Nicht fallen lassen, sondern langsam und kontrolliert absenken, damit der Kreislauf nicht absackt. Wenn die Hand unten ist, ebenso mit der anderen Hand verfahren. Dabei Sub immer leicht gegen die Wand drücken, bis man sich davon überzeugt hat, dass Sub selbst stehen kann.

  • War Sub über einen Bock fixiert, langsam hoch kommen lassen. Auch hier drohen Kreislaufprobleme, besonders, wenn der Kopf tiefer als das Herz war.
  • War Sub in sitzender Haltung fixiert, erst Arme und Beine bewegen lassen, dann aufstehen lassen.

Nach einer Fixierung im Liegen, Sub erst auffordern, sich in eine sitzende Position zu begeben, dann aufstehen lassen. Dabei am besten vor Sub stehen, falls doch ein leichter Schwindel auftritt. Dann kann man besser auffangen, bzw aufs Bett stoßen um einen Sturz auf den harten Boden zu vermeiden.

 
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