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Aufgaben – Das lustvolle Spiel mit der Macht

Der Reiz bei den Aufgaben liegt grundsätzlich darin, dass sich eine devote Person (Sub) einer dominanten Person Dom oder FemDom einvernehmlich unterwirft.

Das Ausleben des Machtgefälles kann sich auf die eigenen vier Wände beschränken oder sogar die Öffentlichkeit zur einer BDSM-Spielweise machen. Abgesehen vom gesunden Menschenverstand sind der Fantasie oft keine Grenzen gesetzt.

Ein gewisses Risiko bestimmt den Reiz der Aufgaben im BDSM maßgeblich mit – aber der größte Lustgewinn steckt für viele genau darin, kurz unterhalb kritischer Grenzen oder in der Semiöffentlichkeit zu bleiben.

Lust und Fantasie

Aufgaben im BDSM und ganz speziell im D/S leben natürlich von der kreativen Lust und einem ganz individuellen Integrieren der eigenen Persönlichkeiten, Lebenssituationen und Vorlieben – was für die eine Sub eine Herausforderung ist, kostetet der andern Sub nur ein müdes Lächeln. Fleißiges und lustvolles Ausprobieren gehört also definitiv auch dazu!

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Nimm dir Zeit und lerne deine Sub wirklich kennen, rede mit ihr. Über ihre Gefühle, Ängste, Fantasien und Träume. Nutze dieses Wissen und mit etwas Erfahrung ergeben sich damit immer wieder neue Aufgaben. Führe deine Sub behutsam an ihre Grenzen, spiele z.B.  mit ihren Schamgefühlen und stelle Sie damit vor neuen Herausforderungen.

Spiel mit der Scham

Das Spiel mit der Scham sind im Rahmen von D/S Szenarien eine beliebte Praxis: Sub soll etwas tun, das ihr die Schamröte ins Gesicht treibt. Was das im einzelnen ist, ist von Person zu Person verschieden, doch gibt es ja recht allgemein verbreitete gesellschaftliche Tabus, die sich nutzen lassen. Aufgaben mit Entblößung, mit Sich-präsentieren-müssen, Dirty Talk, ungewohnte geile Handlungen, die eine “anständiger Mensch” gar nicht kennen darf, und einiges mehr.

Demütigung und Erniedrigung

Der Übergang zum Public Disgrace ist bei Aufgaben mit der Scham fließend. Hierbei wird der/die Sub öffentlich gedemütigt und zur Schau gestellt. Sei es durch freizügige Kleidung, verbal oder durch erniedrigende Körperhaltungen, die vom Top als Aufgabe eingefordert werden – wobei die Aufgabe auch die Strafe sein kann.

Emotionen

Aufgaben demonstrieren die Macht des Tops über den Bottom. Bleibe dabei immer realistisch, es ist ein Spiel mit der Macht und die Aufgaben sollen den/die Sub fordern aber immer im Bereich das tatsächlich machbaren bleiben. Emotionen sind für BDSM und sinnlich-dominierende Aufgaben wichtig, aber „böse“ Emotionen sollten hier keinen Platz haben! Wer einen ernsten und nachhaltigen Beziehungsstreit hatte, sollte nicht ohne ein klärendes Wort in die BDSM-Rollen schlüpfen und sich nicht bei den Aufgaben austoben.

Anregungen

Wer etwas Anregung für sein eigenes Kopfkino benötigt, der sollte einen Blick in “Das Buch der Strafen – 222 erotische Aufgaben und Strafen” von Andreas Woschofius werfen. Woschofius ist für viele eine absolute SM-Szenegröße. Nach dem Erfolg des ersten Teils, der sich monatelang auf Platz 1 bei Amazon in den Bereichen SM und Beziehungen festsetzte, präsentiert der Autor dann auch schnell den zweiten Teil, “Das Buch der Strafen 2- 365 Strafen – Eine Strafe für jeden Tag

In einen  Podtcast von Lustgewinn reden Marie und Michel über Aufgaben im BDSM. Darüber, wie wichtig sie als Bestandteil einer Spielbeziehung sein können, um sich selbst und den anderen kennenzulernen. Wie gut man damit die Grenzen des devoten Part ausloten kann und wie sehr sie die Bindung zueinander stärken können – einfach mal reinhören.

Marie und Michel haben jeder eigene Blogs. Marie unter Herzinfucked und Michel unter Eisbär-Dom und sein BDSM.

Letzte Aktualisierung: 2019-05-23 08:29:48

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Warum ich kein Dom sein möchte!

Nee, lass mal sein – viel zu stressig und aufwendig

 

Die viele Zeit bei der Partnersuche, die unzähligen Kaffee-Sessions bis die richtige gefunden ist. Hast Du eine gefunden, die sich endlich mal bequemt vor Dir zu knien, geht die Maloche erst richtig los.

Ständig diese Fürsorge und Aufmerksamkeit, das kostet wirklich viel Nerven und Zeit. Dazu der ständige Aufwand die Session zu gestalten, mal ganz abgesehen von der ganzen Kohle, für die vielen Spielsachen.

Nach dem harten Sex, wo ich mal wieder die ganze Arbeit hatte, einfach umdrehen und einschlafen? Vorbei sind diese glücklichen Zeiten, Auffangen, bzw. Aftercare – wie jetzt so schön heißt, ist  angesagt.

Da will man mal wieder als Paar zu den Kumpels in den SM-Club. Pustekuchen, die Schuhe vom letzten Mal passen nicht zum Themenabend. Wozu dieser ganze Stress Sie geht doch sowieso nackend nur mit Halsband? Ich bin mir sicher, ich kenne jeden Schuhladen in der Stadt.

Dazu noch das ganze gequatschte nach der Session über Ihre Sehnsüchte und Wünsche. Soll Sie doch zufrieden sein, dass Ich Ihr nicht nur einen multiplen Orgasmus, sondern noch einen Abflug, im Schweiße meines Angesichts, ermöglicht habe.

Zum Glück habe ich heimlich ein Kommunikation-Training besucht. Ihre Session-Kritik kann ich jetzt bereits in 90 Minuten abhandeln und komme so noch in den Genuss von 4 Stunden Schlaf.

Habe ich den Eindruck, dass es für mich gerade erträglich ist, geht Sie doch einfach zum Subbi-Stammtisch. Ich brauche dann wieder 2 Wochen, bis ich den gehörten Blödsinn, wieder ausgeredet habe. Steht jetzt, nach wiederholten Stammtischbesuch, auf meiner No-Go Liste, irgendwo muss man als Dom versuchen, Sub die Grenzen zu setzen.

Der Versuch ist aber kläglich gescheitert und endete in einer wochenlangen Diskussion über 24/7 und TPE – das steht jetzt auf Ihrer No-Go Liste.

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Dazu kommt, sind die ersten Rosa Wolken verflogen, das tägliche Geziehe und Gezerre, das wäre nicht männlich und das ist nicht dominant – nehme endlich mal Haltung an und mach mal wieder regelmäßig Sport. Völlig unverständlich für mich, dieser Anspruch an meine Dominanz im Alltag. Wertschätzung, früher ein Lippenbekenntnis jetzt müssen Taten folgen. Hat jemand überhaupt eine Vorstellung, was Wertschätzung für ein Sub bedeutet?

Mein Tipp bereits beim 1. Kaffee-Treffen abklären, sonst habt Ihr später als Dom nichts mehr zu lachen und die eigene Freizeit könnt Ihr gegenstandslos streichen.

Früher stand lediglich meine Zahnbürste im Badezimmer-Schrank. Jetzt findet man dort eine sorgfältige Auswahl von frei erhältlichen Stresskillern, neben den üblichen potenzsteigernden Mittelchen auch noch eine Tagescreme für den aktiven Mann.

Ich glaube ja an Reinkarnation, sollte mein Schöpfer dann wieder die Neigen im BDSM verteilen, werde ich nicht mehr aufspringen und lauthals hier rufen!

Letzte Aktualisierung: 2019-05-18 09:44:20

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BDSM Mentoring

Das Wort „Mentoring“ lehnt sich an den Begriff aus der Wirtschaft an. BDSMler (Mentoren) stehen den Anfängern (Mentee) beratend, erklärend und begleitend zur Seite. Der Mentor sollte dabei eine erfahrender BDSMler sein, der über einen kürzeren Zeitraum und aus einer Position auf Augenhöhe heraus jemanden begleitet. Das kann sich auf einen Teilbereich beziehen, wie z.B. eine spezielle Praktik, oder auf den gesamten Bereich des BDSM. Im Gegensatz zum Paten kann ein Mentor auch aktiv mitspielen. Soweit die propagierte Idealvorstellung, wie man Sie vor allen in einigen BDSM-Portalen finden kann.

BDSM Mentor
Bildquelle: Pixabyte

Hehre Ansprüche – profane Realität?

Jeder macht das, wozu er sich berufen fühlt und das gilt dann auch besonders für die Mentoren im BDSM. Eine „fachliche“ Qualifikation wird dazu nicht benötigt. Aus einem einmaligen Besuch in einen BDSM Club, der schon Jahre zurückliegt, wird dann schnell die jahrelange SM Erfahrung und wer seine Freundin irgendwann mal an das Bett gefesselt hat, ist dann ruckzuck der gestandene Dom – für alle Lebenslagen.

Unter den Blinden ist der Einäugige König und so haben einige der selbsternannten „Mentoren“ ein leichtes Spiel, endlich mal eine Sub abzubekommen, auf die sie schon solange vergeblich warten. Einige Foren-Beiträge oder ein kleiner Blog im Internet, oft die einzige sichtbare Legitimation.

Ein Pate –  als Alternative?

Wer im Internet auf der Suche nach einen BDSM Mentor ist, sollte sorgfältig prüfen und lieber zweimal hinschauen. Wer einen Mentor sucht, sollte deshalb überlegen, ob sein Anliegen in einer BDSM-Community besser aufgehoben wäre. Kaum jemand reagiert Neulingen gegenüber abweisend und besonders die BDSM Foren zeigen sich offen und hilfsbereit.

Unter den Motto – Mitglieder helfen Mitgliedern, findet man  z.B. in der BDSM Community von Gentledom.de eine selbstorganisierte Gruppe von Teilnehmern, die Anfängern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ein Pate ist dabei jemand, der einen Anfänger über längere Zeit begleitet und  ihn bei den ersten Schritten im BDSM beratend zu Seite steht – allerdings spielt er nicht aktiv mit.

Auch bei uns im SMoRuN Forum sind Anfänger mit Ihren Fragen gerne gesehen!

Das Mentoring

Im Gegensatz zum Paten kann ein Mentor auch aktiv mitspielen. In diesen zeitlich begrenzten Arrangement kann es durchaus zu sexuellen Handlungen kommen, darüber sollten sich die beteiligten Personen im Klaren sein und das auch im Vorfeld absprechen. Nicht selten ist ein Mentoring ein Anfang für eine längere Spielbeziehung.

Bildquelle: Pixabyte

Eine Mentoring kann auch unabhängig von der klassischen Rollenverteilung Dom / Sub im BDSM stattfinden. Gerade im S/M habe ich mir das eine oder andere von einem „Kollegen“ oder auch von einer erfahrenden Sub zeigen lassen und diese persönlichen Kontakte auch über einen längeren Zeitraum gepflegt. Der Einstieg könnte hier z.B. einer der zahlreichen angebotenen BDSM Workshops oder ein auch vertrauensvoller Kontakt über einen BDSM Stammtisch sein. In vielen Regionen gibt es auch BDSM Vereine, die eine gute Anlaufstelle sind. Der entscheidende Vorteil ist, das hier der persönliche Kontakt im Vordergrund steht und auch eine gewisse Reputation gegeben ist.

Pate, Mentor und Coach

Einen interessanten und in diesen Fall hörenswerten BDSM-Gedankenwege-Podcast zum Thema Begleitung für Anfänger: Pate, Mentor und Coach findet Ihr auf dem Blog von gedankenwege-podcast.de, den ich Euch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte.

 

Mein Fazit

Ein Mentee sucht sich im BDSM immer seinen Mentor selbst. Wer hier Angebote frei Haus bekommt, sollte sich sein Gegenüber besonders sorgfältig ansehen. Oft stehen sehr eigennützige  Interessen des “Mentors” im Vordergrund. Ein Pate aus einer BDSM-Community ist eine gute Alternative, besonders wenn man selbst anfänglich anonym bleiben möchte. Geht es um das Erlernen von BDSM Praktiken, erstmal die Angebote an den vielfältigen Workshops prüfen.

Letzte Aktualisierung: 2019-05-15 20:07:23

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Covern im BDSM – was ist das?

Covern (engl. Cover – Deckung, Schutz) ist im Bereich BDSM ein gebräuchlicher Begriff für einen „Schutzengel“ bei Blind Dates.

Da in der BDSM-Szene zur Kommunikation untereinander und zum Kennenlernen Gleichgesinnter vielfach die verschieden BDSM-Portale genutzt werden, ergeben sich die realen Kontakte daher aus anfangs virtuellen Bekanntschaften. Diese ersten Begegnungen werden von vielen BDSMler als nicht völlig ungefährlich eingeschätzt, da die Möglichkeit, sich aus einer als unangenehm empfundenen Situation zu befreien, bei einigen sexuellen Praktiken nicht immer gewährleistet ist.

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Um dieses Risiko zu minimieren, werden unbeteiligte Dritte über den Ort und den Zeitpunkt des Treffens informiert. In Vereinbarungen wird festgelegt, ob das Cover persönlich, telefonisch oder durch SMS über das Wohlergehen der gecoverten Person informiert wird. Findet keine Rückmeldung statt oder verwendet der Gecoverte ein vereinbartes Codewort, werden Hilfsmaßnahmen durch den Schutzengel eingeleitet. (Quelle: Wikipedia)

Für wen ist ein covern sinnvoll?

Für jeden, der sich mit jemand Unbekanntem trifft, der oder die an ihm sexuell interessiert ist. Egal ob Mann oder Frau, Sub oder Top, hetero oder queer: jeder kann ein Opfer von Übergriffen werden. Besonders aufpassen muss man natürlich bei Leuten, die man im Internet kennengelernt hat: aber flüchtige Bekanntschaften aus dem realen Leben sind auch häufig nicht vertrauenswürdig. Eine gute Regel: Lieber hundertmal zu oft gecovert, als einmal zu wenig!

Wen kann man zum covern einsetzen?

Eine Person Deines Vertrauens ist oft eine sinnvolle Lösung, die über Dich und Deine Neigung genau Bescheid weiß. Aber auch ehrenamtliche Personen in BDSM-Netzwerken erklären sich oft bereit, diese Rolle zu übernehmen. In großen BDSM Foren oder Communitys lohnt sich das Nachfragen auf jeden Fall.

Wie könnte das covern bestenfalls ablaufen?

Die bekannteste und nützlichste Form von Covering ist der Anruf während eines BDSM-Kontakts, um zu prüfen, ob alles in Ordnung ist. Hierbei wird eine genaue Uhrzeit vereinbart, zu welcher der zu Beschützende vom Cover angerufen wird oder selbst anruft. Beides ist möglich. Bedenke jedoch, dass Du beim ersten BDSM-Treffen sehr aufgeregt bist und es dennoch nicht verpassen darfst, diesen Anruf zu tätigen oder entgegenzunehmen.

Vereinbare ein harmlos klingendes Codewort. So zum Beispiel könnte “Alles in Ordnung” ein Signal für ganz und gar nicht “bestens” sein – und “Ja, alles ist perfekt” als positives Signal dienen.

 

Eigenverantwortung

Der Vorgang des Coverns erschafft keine absolute Sicherheit, die definitiv auch beim Covern nicht gegeben ist. Jeder Mensch hat seine sehr feinen Antennen, besonders in Gefahrensituationen, jedoch eine vorgetäuschte Sicherheit kann die eigene Wahrnehmung verändern.

Angst Hand EigenVerantwortung
Bildquelle: Nino Carè – Pixabay

Wenn ich mich selbst in der Sicherheit des „gecovert-seins“ wiege, nehme ich unter Umständen eine akute Gefahr schwächer oder gar nicht wahr, denn „schließlich kann mir ja nichts passieren“.

Was hilft das Covern, wenn ich wirklich an einen kriminellen Menschen mit kriminellen Absichten gerate?

Wer sich von Ängsten oder Unsicherheiten nicht abhalten lässt, sollte sein Risiko minimieren und sich nicht gleich mit einem Unbekannten zur einer privaten BDSM Session verabreden und öffentliche Ort wie ein Café oder Restaurant für ein erstes Treffen wählen.

Stimmt das Bauchgefühl und das Gegenüber entspricht den eigenen Erwartungen und Vorstellungen, wäre die Semiöffenlichkeit eines BDSM oder Swingerclub auch eine gute Wahl für die erste Session.

Die Eigenverantwortung kann Dir niemand abnehmen und ein Covern kann das Risiko immer nur verringern!

 

Letzte Aktualisierung: 2019-05-08 14:59:05

 

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