Feeding

Zu Deutsch füttern

Es beschreibt die Handlung des Fütterns seines Partners oder Bottoms. Dabei unterscheidet man zunächst in zwei Arten des Feedings:

Feeding um seinen Partner abhängig zu machen.

Bei dieser Praktik versucht der dominierende Teil den devoten Teil zu füttern, um diesen möglichst fett zu machen. Am liebsten ist es dem Top, dass der Bottom sich gar nicht mehr richtig bewegen kann und völlig auf die Hilfe des Tops angewiesen ist. Hierbei sind die Grenzen zu Liebe und damit verbundenen Verlustängsten fließend. Hier wird auch nur bedingt die Grenze zum BDSM überschritten. Somit hat Feeding nicht immer etwas mit BDSM zu tun.

Hier ist das Füttern nicht so zu verstehen, dass der Top dem Bottom Bissen auf Bissen in den Mund schiebt. Meist sorgt der Top einfach dafür, dass permanent etwas besonders leckeres auf dem Tisch steht und sein Opfer immer etwas Essbares in der Hand hat.

Zwangsfütterung (forced feeding)

Bei der Zwangsfütterung wird der Bottom zwangsgefüttert, womit auch immer der Top seinen Bottom füttern möchte. Das kann entweder mit normalen Methoden stattfinden, aber auch durch Zwangsfütterung des gefesselten Subs mit Trichter oder Schlauch. Dabei handelt es sich nicht selten um Natursekt oder Kaviar als „Nahrungsmittel“. Gelegentlich geht diese Form des Feedings einher mit der Haltung eines Toilettensklavens oder mit dem Spenden von NS während des Facesittings.

Der fütternde Top wird als Feeder bezeichnet, der gefütterte Bottom als Feedee.

Warnung!!! Zu starkes Feeding kann zu gesundheitlichen Schäden führen. Wozu extremes Übergewicht führen kann, ist hinlänglich bekannt. Feeding ist keine Kleinigkeit und sollte seine Grenzen haben, um nicht dauerhafte gesundheitliche Schäden zu verursachen. Bei Zwangsfütterungen mit NS oder KV besteht generell ein erhöhtes Infektionsrisiko durch Bakterien, Pilze und Viren.

Koprophilie

Von griechisch: Kopros = Kot, Mist

Die Koprophilie bezeichnet die sexuelle Lustgewinnung an menschlichem Kot.

Kaviar (häufig abgekürzt mit KV) ist ein Euphemismus, der sich in der BDSM- und Gay-Szene für sexuelle Spiele mit Kot eingebürgert hat. Andere Bezeichnungen sind Scat oder Koprophilie.

Bei der Vorliebe für Kaviar geht es nur teilweise darum, die Extremente zu schlucken oder oral aufzunehmen. Vielen Kaviar-Fans reicht es zum Lustgewinn, dem Ausscheidungsprozess beim Partner zuzusehen, gegebenenfalls auch begleitet von sexuellen Handlungen. Manche ziehen ihre Befriedigung auch daraus, mit dem eigenen oder dem Kaviar ihres Partners zu spielen, ihn anzufassen und auf dem eigenen oder Körper des anderen zu verreiben.

In einem Teil der BDSM-Szene wird die Aufnahme von Kaviar durch den devoten Part als sehr hingebungsvoller Vorgang, quasi als ein Beweis für „wahre“ Untergebenheit verstanden. Umgekehrt ist das Spenden von Kaviar durch den Aktiven ein sehr intimer Vorgang, das starke Verbundenheit und großes Vertrauen zum Gegenüber ausdrücken kann. Diese Art von Kaviar-Spielen wird auch als Erziehung zum „Toilettensklaven“ oder zur „Toilettensklavin“ bezeichnet und unter Umständen in Vorstufen gegliedert, wobei die orale Aufnahme und das regelmäßige Herunterschlucken mehr oder weniger großer Mengen das letztendliche Ziel der Übung darstellt. Dabei wird der Kaviar sehr unterschiedlich verabreicht. Manche Tops bevorzugen es, dem Passiven ihren Kaviar auf einem Teller vorzusetzen und ihn nicht direkt am Ausscheidungsprozess teilhaben zu lassen. Eine gängige Methode ist es auch, den Passiven durch Reinigen der Rosette nach dem Toilettengang erst einmal langsam auf den Geschmack und Geruch des Kaviars vorzubereiten. Später dann, kann der dominante Part während er vom anderen durch Anilingus (also durch Lecken des Afters) verwöhnt wird, den Schließmuskel entspannen und den Kaviar direkt in den Mund des Devoten ausscheiden.

Eine Extremform der Kaviar-Erziehung besteht in der Objektifizierung des Passiven, der komplett zur „Human toilet“, also zur menschlichen Toilette erzogen wird. Dazu werden gern zu diesem Zweck hergestellte Möbelstücke verwendet, bei denen der Top auf einem einer WC-Brille nachempfundenen Stuhl thront, während die andere Person mit dem Kopf unter seinem Gesäß liegend auf das Empfangen des Kaviars wartet.

Kaviar gilt generell in der BDSM- und Gayszene als umstrittene Praktik. Abgesehen vom persönlichen Ekelgefühl, das Spiele mit Kaviar für Außenstehende unter Umständen sehr schwer nachvollziehbar macht, überschreitet das Spenden oder Empfangen von Kaviar, beziehungsweise das spielerische Einbeziehen des Ausscheidungsprozesses in sexuelle Handlungen empfindlich die allgemeinen Grenzen unserer westlichen Erziehung. Vielleicht ist es auch die Lust am Tabubruch, die Kaviar-Fans besonders reizt.

Aufgrund der hohen Bakterien-, Pilz- und Virenkonzentration im Kot, ist das Essen und Schlucken von Kaviar generell als potentiell gesundheitsschädigend einzuordnen. Zumindest Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten dringend davon absehen, Kaviar oral aufzunehmen. Wichtig ist auch, dass der Kaviar-Spender gesund ist, da Krankheiten wie beispielsweise Hepatitis-C durch das Schlucken von Kaviar übertragen werden können.