Fetisch

Der Begriff Fetisch kommt aus dem Portugiesischen, vom Wort „feitico“, was Zauber oder Zaubermittel bedeutet. Er beschreibt ursprünglich einen Gegenstand, dem man magische Kräfte zuschreibt.

Im erotischen Kontext wurde daraus etwas, das einen in sexuelle Erregung versetzt. Fetische: Gegenstände oder Materialien, die geeignet sind Empfindungen zu erzeugen, Gefühle zu verstärken oder Gedanken und Errinnerungen wachzurufen.

Auch sexuelle Eindrücke oder deren Verstärkung gehören zu den möglichen Auswirkungen. Die Reize selber sind vielfältig, sie reichen von Gerüchen, Schwitzen in der Kleidung, Einengung über glänzende Kleidungstücke aus Lack, Leder oder Latex/Gummi.

Aber es kann auch viel einfacher sein. Das Höschen einer Geliebten als Erinnerung an erotische Stunden zu zweit, der Schuh oder ähnliches kann ein Kribbeln über die Haut schicken.

Was wann oder wie etwas diesen Stellenwert bekommt, kann man nicht voraussagen. Der Fetisch kann auch gegenstandslos sein, eine bestimmte Vorliebe, eine Praktik oder ein Spiel.

Allen Fetischen ist gemein, dass sie eine Stimulation individuell bei der betroffenen Person auslösen.Es kann soweit gehen, dass eine Stimulation ohne die Befriedigung durch den eigenen Fetisch gar unmöglich wird.

Kink-Shaming

Kink-Shaming beschreibt die Abwertung einer Person aufgrund ihrer sexuellen Vorlieben. Etwa weil sie sexuell erregt wird, wenn sie eine bestimmte Kleidung trägt oder gefesselt wird, also einen Kink hat. Kink-Shaming findet zum Beispiel statt, wenn die Art wie eine Person ihre Sexualität auslebt als Grund angeführt wird, dass sie ein schlechter Mensch, inkompetent oder nicht bei Sinnen sei.

Auch innerhalb der BDSM-Gemeinschaft ist die Abwertung bestimmter Praktiken ein verbreitetes Problem. Insbesondere über Kinks wie Ageplay oder Rapeplay, Formen der Lebensgestaltung wie TPE (Total-Power-Exchange) oder Fetische wie die Vorliebe für Exkremente herrschen heftige Kontroversen bis hin zu kollektiver Ablehnung.