devot

Devot ist aus dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet „unterwürfig“. Der devote Menschen unterwirft sich also der Macht eines anderen Menschen. Diese Unterwerfung kann den tatsächlichen Machtverhältnissen folgen, Ausdruck einer charakterlichen Schwäche sein oder aber auch eine bewusst gewählte Eigenschaft in einer Rolle.

So klar der Begriff „devot“ als lateinisches Wort für „unterwürfig“ ist, so unklar ist seine praktische Verwendung. In der Praxis wird oft vergessen, dass der Begriff „devot“ sowohl für den Charakter als auch für eine Verhaltensweise benutzt wird. Diese Begriffsverwirrung ergibt sich schon aus dem Begriff BDSM, bei dem das „S“ unter anderem für „Submissiv“ steht, also für den englischen Begriff für „devot“.

Als devot bezeichnet man beim SM das Verhalten des unterwürfigen/hingebungsvollen Partners.

Das Machtgefälle zwischen dem devoten Part und dem ihm übergeordneten  dominanten Part ist in vielen Rollenspiel des Sadomasochismus ein zentrales Element.

Der devote Part ist passiv, unterwirft sich oder “schenkt” seine Hingabe und wird vom dominanten Partner beherrscht und/oder geführt. Oft wird die Abkürzung “dev” verwendet. Man spricht auch von einem devoten Charakter einer Person.

Devotion

Unter Hingabe (auch: Hingebung, Devotion) versteht man den von rückhaltloser innerer Beteiligung geprägten Einsatz eines Menschen für eine Angelegenheit oder eine Person, die für den Betreffenden von höchstem persönlichen Wert ist. Die Hingabe ist dem Engagement, der Anstrengung, dem Eifer und der Leidenschaft verwandt; ihre Bewegung ist jedoch nicht ein aktives Drängen, sondern ein Zuwenden, Sich-Öffnen und Empfangen.

Der Begriff hat seine Prägung aus der christlichen Theologie enthalten, wird heute aber meist in säkularen Zusammenhängen verwendet, etwa um das Engagement eines Menschen für einen selbstgewählten Zweck oder ein sexuelles Sich-Anvertrauen zu bezeichnen.