Abrichtung

Der Begriff Abrichten wird im SM- und BDSM-Bereich genutzt. Bei dieser Art der Erziehung kommt es zu sexuellen Techniken und Praktiken zwischen einem dominanten und devoten Part. Der dominante Part (kann männlich oder weiblich sein) beschäftigt sich über einen (un)bestimmten Zeitraum mit dem Abrichten einer unterworfenen Person. Der devote Part wird bei diesem SM- / BDSM-Spiel bestraft und erniedrigt. Trotz der Strafen und sadistischen Techniken, ist das Abrichten vom devoten Part erwünscht und ermöglicht der devoten Person höchste Befriedigung.

Häufig wird beim Abrichten ein Codewort verwendet, das der devote Part nutzen kann, wenn die sadistischen Praktiken zu intensiv und kaum noch erträglich sind. Sobald das Safeword beim Abrichten vom devoten Part dem dominanten Part gegenüber ausgesprochen wird, kommt es zum Abbruch der Behandlung. Devote Menschen empfinden beim Abrichten höchste sexuelle Lust und wünschen sich persönlich, von einem dominanten Master an ihre Grenzen gebracht zu werden. Die Überschreitung der Grenzen, wenn sie noch erträglich sind, können wiederum die sexuelle Lust steigern.

Diese Zweckgemeinschaft zwischen einer devoten und einer dominanten Person kann auf unbestimmte Dauer bestehen. Im Vordergrund steht die sexuelle Lust für beide Seiten, nicht eine innige Liebe. Trotz der Schmerzen und Erniedrigungen fühlt sich der devote Part sehr wohl und kann endlich lustvoll seine eigene Sexualität erleben, die in einer anderen Beziehung zu kurz kommen würde.

Wichtig ist, dass das gegenseitige Vertrauen vorhanden ist, dann können gemeinsam die persönlichen Grenzen einer devoten Person ausgetestet, aber auch immer wieder überschritten werden.

Die Handlungen finden freiwillig und auf Wunsch der devoten Person statt, niemand wird gezwungen.

DEBRIS

D.E.B.R.I.S Domination Enhanced Beyond Rule Induced Superiority – DEBRIS steht für eine extreme Form der Dominanz und Unterwerfung. Es entwickelte sich aus der CIS Spielart. Es entwickelte sich aus der CIS Spielart und sieht sich selbst als konsequente Weiterentwicklung von SSC und RACK

 

• Kontaktverbot Freunde und Familie
• Rechtlosigkeit als bestimmender Faktor
Sklavin bedeutet Konsens abfrage beim ersten Schritt, danach nie mehr
• totale Objektivierung der Sklaven
• Einreiten durch mehrere Zureiter
• Informationskontrolle
• Übertragung des Eigentums
• Auslöschen von Gedächtnisinhalten
• Akquisition potenzieller Sklaven
Branding mit Besitzzeichen
• Minderwertigkeit der Sklavin ständig aufrechterhalten

 

Nach den Grundsätzen von DEBRIS muss es den Sklaven aber immer frei stehen, die Beziehung zu beenden. Nicht jedoch eine Session oder Handlung hier gilt das Alles-oder-Nichts-Prinzip. Ob dies einer evtl. indoktrinierten Person überhaupt möglich ist wäre dabei natürlich eine ganz andere Frage z.B. wegen dem emotionalen Druck oder einer emotionalen Abhängigkeit, evt. sogar eine “Nötigung in einem Abhängigkeitsverhältnis”.

Handlungen, die gesetzlich verboten sind lehnen, DEBRISler ab.

DEBRIS ist in der BDSM-Szene sehr umstritten. Besonders der umfassende Eingriff in die Persönlichkeitsrechte und der Einsatz ethisch problematischer Instrumente der instrumentellen und operanten Konditionierung, bis hin zur billigend in Kauf genommenen völligen Persönlichkeitsänderung.

Auch, wenn es im DEBRIS die Regel vorhanden ist, das jede Form der Abrichtung oder Konditionierung nur mit ausdrücklicher Zustimmung aller Beteiligter und in voller Kenntnis der Risiken angewandt werden darf, ist es zu bezweifeln, das sich die betroffenen Personen über die Tragweite solcher Entscheidungen bewusst sind. Es steht der allgemeine Vorwurf im Raum, das beteiligte Personen bereits durch psychische Manipulation in eine DEBRIS Konstellation geführt werden.

Obwohl die Voraussetzungen für legitime BDSM-Handlungen klar sind, stellt sich bei DEBRIS schnell die Frage, inwieweit sich Handlungen im DEBRIS noch mit der allgemeinen Gesetzgebung vereinbaren lassen!

Sie auch Rechtslage im BDSM
Blogbeitrag –  DEBRIS ist kein Spiel!

Genaue Informationen zu DEBRIS oder debrisX sind kaum im Internet zu finden. Einige original Fragmente lassen sich noch über web.archive.org recherchieren.