Zentai

Zentai ist japanisch und heißt so viel Ganzkörperstrumpfhose. Es ist ein eng anliegender Anzug, meistens aus dehnbaren Materialien wie Nylon oder Latex. Zentais die den Kopf nicht mit bedecken, nennt man Catsuits.

Zentai

Im BDSM Bereich werden Zentais unterschiedlich genutzt. Viele Fetischisten empfinden die eng anliegenden Materialien als sehr angenehm und erregend. Besonders Latex findet an dieser Stelle viele Liebhaber. Während des Liebesspiels tragen häufig beide Partner einen Zentai, der an den entscheidenden Stellen Öffnungen besitzt, um den eigentlichen Geschlechtsakt zu ermöglichen. Dabei ist aber das Berühren durch und mit dem Zentai das, was der Fetischist wirklich erregend findet.

Auch bei der Atemkontrolle können Zentais ihre Anwendung finden. Einige Materialien sind nicht oder nur begrenzt luftdurchlässig und können zur Kontrolle des Atems eingesetzt werden. Manche Materialien sind in trockenem Zustand luftdurchlässig und werden erst durch Wasser luftdicht.

Gleichzeitig findet durch das Tragen eines Zentai eine Anonymisierung statt, wodurch es dem dominanten Part einfacher fällt sadistische Handlungen vom Bottom durchzuführen. Der Bottom selber wird durch das vollständige Verhüllen seines Körpers und Gesichts noch weiter degradiert und unterworfen.

Ein Zentai kann auch für den Sinnesentzug genutzt werden. Hauptsächlich kann ein Zentai das sehen minimieren oder gänzlich verweigern. Bei manchen Modellen ist es auch möglich das Hören stark einzuschränken. Durch den Sinnesentzug werden die Berührungen und Stimulationen des Partners noch intensiver, alleine durch die Ungewissheit, welche Stelle auf welche Art als nächstes berührt wird.

Zerstörung

Mit der “Zerstörung” ist die Schwächung der Psyche des passiven, untergebenen Spielpartners gemeint.

Die Zerstörung ist nie das Ziel in einem BDSM-Spiel, sondern beschreibt den psychischen Ausnahmezustand des/der Sub nach lang angelegten Rollenspiele der dem/der Betroffenen die Rückkehr in die “Realität” verwehrt. Eine psychische Zerstörung ist also mehr als nur ein “Absturz” im Gameplay.

Die Zerstörung ist eher der Verlust des seelischen Gleichgewichts und bringt den passiven Spielpartner in eine extrem gefährliche Lage. Fast immer sind medizinische Behandlungen und langjährige Therapien die notwendige Folge.

Die Zerstörung ist ein Extrem. in üblichen Rollenspielen kommen sie kaum vor.

Zerstörungen sind eher nur aus extrem gelebten 24/7-Beziehungen unter sadomasochistischen Paaren bekannt, in denen beide Teile, der dominante und der passive im Laufe der Zeit die Kontrolle über sich selbst und ihr Gegenüber verloren haben. BDSM erfordert Verstand und Verantwortung, vor allem vom dominanten Part. Ist der dominante Part sich der Zerstörung seines/r Sub bewusst, hat er die Pflicht diese nicht fortzusetzen und als Hilfe zu fungieren, bzw Hilfe zu organisieren.

Es gibt Menschen mit einer extrem beeinflussbaren Psyche. Das Ausnutzen dieser “Schwäche” eines Menschen hat nichts mit BDSM zu tun. BDSM erfordert Verantwortung und willentliche Hingabe.