Mentor

Mentor, eine Person der in einem/mehreren Dingen viel Erfahrung bzw. grundsätzlich langjährige Erfahrung im BDSM hat und diese entweder Neigungsbezogen oder auch unabhängig davon anderen zur Verfügung stellt. Dies kann in Form von Gesprächen aber auch umgesetzter Praxis oder einer Kombination dessen passieren. Der Mentor gibt Rat, lehrt, führt vor, hört zu und ist neutral.

Mentoring

Das Wort „Mentoring“ lehnt sich an den Begriff aus der Wirtschaft an. BDSMler (Mentoren) stehen den Anfängern (Mentee) beratend, erklärend und begleitend zur Seite. Dabei werden eigene Erfahrungen, fachliches Wissen, Tipps und Hilfestellungen vermittelt.

Da sich jeder im BDSMMentor” nennen kann, ist das Mentoring unter den BDMlern sehr umstritten!

Metakonsens

auch CNC (consensual-non-consensual)

Als Metakonsens werden innerhalb der BDSM-Szene umstrittene erotische Rollenspiele bezeichnet, die sich im Grenzbereich zwischen einvernehmlichem und nicht einvernehmlichem Handeln bewegen.

Bei einem solchen Szenario erhält der Top (aktiver Partner) im Vorfeld vom Bottom (passiver Partner) bewusst die Erlaubnis, nach eigenem Maß über die Grenzen des Rollenspiels bzw. der sogenannten Session zu entscheiden. Im Gegensatz zu den üblicherweise anerkannten Prinzipien des sicheren, vernünftigen und einvernehmlichen Handelns (SSC), bei dem der Bottom jederzeit das Spiel durch Verwenden eines vereinbarten Signals, meist des sogenannten safeword, beenden kann, wird hier bewusst auf diese Möglichkeit verzichtet. Es wird also zugestimmt, das Spiel gegebenenfalls auch ohne gegenseitiges Einvernehmen fortzusetzen.

Beispielhafte Praktiken in diesem Zusammenhang können die sogenannten Tunnelspiele sein, die, wenn sie einmal begonnen haben, nicht vor Ablauf einer bestimmten Frist beendet werden können (z. B. Verwendung von reizenden, wärmenden Salben oder Figging).

Der Metakonsens lässt sich über den sexuellen Bereich hinaus auch auf die gesamte Partnerschaft ausdehnen (vgl. TPE oder CIS).

Metakonsensspiel

Eine BDSM-Session ohne jegliche Absprache, ohne Codeword oder aus ohne Abbruchsmöglichkeit wird auch als Metakonsens-Spiel bezeichnet. Natürlich birgt diese Art zu spielen gerade für den devoten Part ein gewisses Risiko, ist aber für erfahrene BDSM`ler das einzige reale Sadomasoerlebnis.

Geht man davon aus, dass sich bei solchen Spielen die Partner bereits lange kennen und bereits zahlloses Sessions zusammen gespielt haben, fällt der Schritt zum realen SM sicher leichter, da sich beide Partner aus Erfahrung richtig einschätzen können.

Es kommt also zu einem übereinstimmenden Spiel zwischen aktiv und passiv, da Aktion und Reaktion auf Grund von Erfahrung richtig eingeordnet werden können.