24/7

Der Begriff 24/7 beschreibt den zeitlichen Rahmen, in welchem ein Machtgefälle zwischen Dom und Sub besteht: 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche, also permanent.

Über die inhaltliche Füllung, die Intensität des Machtgefälles (z.B. diverse Varianten von D/S, EPE, TPE, CIS) sagt der Begriff nichts aus.

Beziehungsform

Unter einer 24/7 Beziehung versteht man eine weitergehende D/s Beziehung. Es gibt Regeln, Aufgaben, die nicht nur in der Zeit des Zusammenseins gelten, sondern immer (24Std/7 Tage). Zum Beispiel die Kleidung, das Tragen von Zeichen, oder das Verhalten in der Öffentlichkeit betreffend. Es bedeutet nicht, daß der Passive rund um die Uhr in einer Sklavenrolle verharren muß.

Abrichtung

Der Begriff Abrichten wird im SM- und BDSM-Bereich genutzt. Bei dieser Art der Erziehung kommt es zu sexuellen Techniken und Praktiken zwischen einem dominanten und devoten Part. Der dominante Part (kann männlich oder weiblich sein) beschäftigt sich über einen (un)bestimmten Zeitraum mit dem Abrichten einer unterworfenen Person. Der devote Part wird bei diesem SM- / BDSM-Spiel bestraft und erniedrigt. Trotz der Strafen und sadistischen Techniken, ist das Abrichten vom devoten Part erwünscht und ermöglicht der devoten Person höchste Befriedigung.

Häufig wird beim Abrichten ein Codewort verwendet, das der devote Part nutzen kann, wenn die sadistischen Praktiken zu intensiv und kaum noch erträglich sind. Sobald das Safeword beim Abrichten vom devoten Part dem dominanten Part gegenüber ausgesprochen wird, kommt es zum Abbruch der Behandlung. Devote Menschen empfinden beim Abrichten höchste sexuelle Lust und wünschen sich persönlich, von einem dominanten Master an ihre Grenzen gebracht zu werden. Die Überschreitung der Grenzen, wenn sie noch erträglich sind, können wiederum die sexuelle Lust steigern.

Diese Zweckgemeinschaft zwischen einer devoten und einer dominanten Person kann auf unbestimmte Dauer bestehen. Im Vordergrund steht die sexuelle Lust für beide Seiten, nicht eine innige Liebe. Trotz der Schmerzen und Erniedrigungen fühlt sich der devote Part sehr wohl und kann endlich lustvoll seine eigene Sexualität erleben, die in einer anderen Beziehung zu kurz kommen würde.

Wichtig ist, dass das gegenseitige Vertrauen vorhanden ist, dann können gemeinsam die persönlichen Grenzen einer devoten Person ausgetestet, aber auch immer wieder überschritten werden.

Die Handlungen finden freiwillig und auf Wunsch der devoten Person statt, niemand wird gezwungen.