24/7

Der Begriff 24/7 beschreibt den zeitlichen Rahmen, in welchem ein Machtgefälle zwischen Dom und Sub besteht: 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche, also permanent.

Über die inhaltliche Füllung, die Intensität des Machtgefälles (z.B. diverse Varianten von D/S, EPE, TPE, CIS) sagt der Begriff nichts aus.

Beziehungsform

Unter einer 24/7 Beziehung versteht man eine weitergehende D/s Beziehung. Es gibt Regeln, Aufgaben, die nicht nur in der Zeit des Zusammenseins gelten, sondern immer (24Std/7 Tage). Zum Beispiel die Kleidung, das Tragen von Zeichen, oder das Verhalten in der Öffentlichkeit betreffend. Es bedeutet nicht, daß der Passive rund um die Uhr in einer Sklavenrolle verharren muß.

Abbinden

Alle BDSM Spiele und Praktiken, bei denen das Abbinden von Körperteilen eingesetzt wird.

Riemen oder Seile dienen hierbei als Fessel Material und das sogenannte “Abbinden” von Geschlechtsteilen ist weit verbreitet. Es wird beim Abbinden ein beklemmendes Gefühl erzeugt und ein Blutstau herbeigeführt. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Abbindungen nicht zu stramm oder zu lange gesetzt werden, da dies zu gesundheitlichen Schädigungen führen kann. Das Abschnüren der Blutzirkulation oder das Abbinden von wichtigen Nervenbahnen führt eventuell zu temporären, aber in manchen Fällen auch zu dauerhaften Schäden.

Beim Abbinden sollten man also immer darauf achten, eine “schnelle Lösung” bereitzuhalten (Schere).

So kann man die Fesselung im Notfall sehr schnell lösen und die Situation bereinigen.

Die häufigsten Abbindespiele finden beim Mann im Hodenbereich statt, oft werden dazu Damenstrümpfe oder dünne Lederriemen verwendet. Bei weiblichen Subs ist das Abbinden der Brüste die häufigste Spielart.

Abrasion

Es ist eigentlich ein medizinischer Begriff und bedeutet so viel wie „Abkratzung“.

Damit gemeint ist das Ankratzen, Abschürfen, Abschleifen oder Abschaben von Körpergewebe mittels eines Hilfsmittels.

Im BDSM geht diese Praxis tiefer und wird dazu genutzt, eine/n Sub an einer gewissen Stelle besonders empfindlich zu machen. Durch die Behandlung der Haut mit Abrasions-Gegenständen wie z.B. Sandpapier, besonders rauen Stoff, Stahlwolle oder Bürsten wird eine höchst mögliche Sensibilität der Haut erreicht. Auch durch Wirkstoffe, die die Haut angreifen oder Reaktionen hervorrufen, werden gerne benutzt. Hier werden gerne Brennnesseln benutzt. Aber auch bloße Zweige mit oder ohne Laub werden gerne genutzt. Dies nennt sich dann „birching“.

Abrichtung

Der Begriff Abrichten wird im SM- und BDSM-Bereich genutzt. Bei dieser Art der Erziehung kommt es zu sexuellen Techniken und Praktiken zwischen einem dominanten und devoten Part. Der dominante Part (kann männlich oder weiblich sein) beschäftigt sich über einen (un)bestimmten Zeitraum mit dem Abrichten einer unterworfenen Person. Der devote Part wird bei diesem SM- / BDSM-Spiel bestraft und erniedrigt. Trotz der Strafen und sadistischen Techniken, ist das Abrichten vom devoten Part erwünscht und ermöglicht der devoten Person höchste Befriedigung.

Häufig wird beim Abrichten ein Codewort verwendet, das der devote Part nutzen kann, wenn die sadistischen Praktiken zu intensiv und kaum noch erträglich sind. Sobald das Safeword beim Abrichten vom devoten Part dem dominanten Part gegenüber ausgesprochen wird, kommt es zum Abbruch der Behandlung. Devote Menschen empfinden beim Abrichten höchste sexuelle Lust und wünschen sich persönlich, von einem dominanten Master an ihre Grenzen gebracht zu werden. Die Überschreitung der Grenzen, wenn sie noch erträglich sind, können wiederum die sexuelle Lust steigern.

Diese Zweckgemeinschaft zwischen einer devoten und einer dominanten Person kann auf unbestimmte Dauer bestehen. Im Vordergrund steht die sexuelle Lust für beide Seiten, nicht eine innige Liebe. Trotz der Schmerzen und Erniedrigungen fühlt sich der devote Part sehr wohl und kann endlich lustvoll seine eigene Sexualität erleben, die in einer anderen Beziehung zu kurz kommen würde.

Wichtig ist, dass das gegenseitige Vertrauen vorhanden ist, dann können gemeinsam die persönlichen Grenzen einer devoten Person ausgetestet, aber auch immer wieder überschritten werden.

Die Handlungen finden freiwillig und auf Wunsch der devoten Person statt, niemand wird gezwungen.