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DUNKLE GEHEIMNISSE – KAPITEL 3: AUF ALLEN WÜRFELN FÄLLT DIE SECHS  

 

Am folgenden Tag, einem Dienstag, Punkt 6 Uhr abends, klingelte mein Handy. Eine unbekannte Mobilnummer… das musste sie sein. Bis eben war ich Zuhause in der Lese-Ecke meines Büros mit dem Studium einer Wirtschaftlichkeits-Analyse beschäftigt gewesen. Jetzt aber sprang ich von meinem Sessel auf und mein Herzschlag beschleunigte sich in Lichtgeschwindigkeit. «Ruhig bleiben!» flüsterte ich vor mich hin und atmete tief durch. Dann nahm ich den Anruf an, indem ich mich mit «Hallo!?» meldete. Die Leitung blieb einige Sekunden völlig still.

War ich mit meiner Vermutung falsch gelegen? Aber kurz bevor ich die Linie unterbrechen wollte, hörte ich diese wunderbare Stimme von gestern: «Hier ist Elly.»

Ausgezeichnet – das Vorspiel konnte beginnen.

Ich schwieg nun meinerseits, um sie zappeln zu lassen. Dieses kurze Warten auf meine Antwort sollte für sie unerträglich sein. Doch dann äusserte ich meine Zufriedenheit: «Ich bin erfreut, Elly, dass Du meine Telefonnummer nicht vergessen hast.» Ihr Herzschlag war förmlich durch die Telefonleitung hindurch spürbar.

Nach einer kleinen Kunstpause fuhr ich fort: «Eine neue Welt wird sich für Dich öffnen. Eine Welt, von der Du Dich nicht mehr so leicht wirst lösen können, wenn Du sie erst mal kennengelernt hast. Ich werde Dich führen, Du wirst mir gehorchen. Wenn Du das nicht willst, sag es jetzt.»

Ein leichtes Seufzen war zu vernehmen. Ich ergänzte: «Es ist mir sehr genau bewusst, in welcher Situation Du Dich befindest. Du hast eine Familie, bist sicher auch dank Deinem Ehemann wohl situiert, und das Risiko, welches Du eingehen musst, um Dich auf mich einlassen zu können, ist beträchtlich. Doch verlangt Dein Körper genau das.»

Mit zittriger Stimme antwortete Elly: «Ich möchte es so gern, aber…» Sie brach ab. Es war der Moment, wo ich ihr über die Ziellinie helfen musste. Ihrer Neugier sollte die Aufgabe zukommen, die Vernunft ausschalten. Und diese Neugier fütterte ich nun.

«Heute, noch ohne die Erfahrung unseres gemeinsamen Spiels, ist der letzte starke Moment, der Dir bleibt, um abzulehnen. Mit zunehmender Intensität unserer gemeinsamen Reise wird es für Dich laufend schwieriger werden, Dich von der Welt zu trennen, die gerade im Begriff ist, sich für Dich zu öffnen. Ich erweise Dir die Gunst, Dich in sie hinein zu führen. Du kannst Dich jetzt also für diesen Weg entscheiden und Augenblicke nie gekannter Leidenschaft erfahren – oder Du lässt es bleiben. Deine Entscheidung.»

Es herrschte eine fast vollständige Stille am anderen Ende der Leitung. Nur ihr tiefes Atmen versicherte mir, dass sie noch dran war. Würde sie anbeissen? Ich war zum Zerreissen gespannt.

Dann endlich antwortete sie: «Ich weiss nicht warum, aber ich vertraue Dir. Ich spüre eine nicht in Worte zu fassende Faszination. Das, was Du mich gestern Abend hast spüren lassen, weckte etwas in mir, was ich lange Zeit unterdrückt habe. Es muss raus.»

Ich jubilierte innerlich. Ihr Entschluss war fest und klar, und sie meinte wirklich, was sie sagte. «Du wirst es nicht bereuen, Elly» versprach ich, «ich werde Dich als Deinen Herrn in meine Obhut nehmen. Du wirst mir und meiner Lust dienen. Es werden Dinge von Dir verlangt werden, mit welchen Du Dich heute noch nicht anfreunden kannst. Und ich werde Dich züchtigen, wie und wann es mir beliebt. Dass Du mich gestern auf Deinem Weg zur Toilette missachten wolltest, was Dir nur stümperhaft gelang, wird Dir bereits eine Bestrafung einbringen. Diese Strafe, Elly, wird einer der Schlüssel zur Befriedigung der Gier sein, welche Du in Dir verspürst. Aber beileibe nicht der einzige. Du wirst in der Spannung zwischen meinem zuweilen boshaften Willen und meiner Fürsorge, und derjenigen zwischen Deinem Stolz und Deinem Wunsch nach Devotion aufgehen. Zeit und Raum werden in diesen Momenten aus Deiner Wahrnehmung ausgelöscht, so, wie Du es noch in keiner Sekunde Deines Lebens je erfahren durftest. Und Du wirst Deinen wunderschönen Körper von einer Seite kennenlernen, welche Dir gänzlich neu sein wird.»

Elly schwieg einen langen Moment. Ich ahnte, dass sie sich mögliche Szenen vorstellte, in denen sie sich mir als ihren Herrn vollständig hingibt. Dann aber warf sie ein: «Mein Mann ist krankhaft eifersüchtig. Ich habe keine Idee, wie das alles funktionieren kann. Der Käfig, in welchem ich mich befinde, ist wohl gepolstert und golden… aber wie ich es drehe und wende – es ist und bleibt ein Käfig.»

«Ja, Elly. Es wird tatsächlich Kreativität erfordern, Dich für die Stunden, in welchen Du Dich mir hingeben wirst, aus Deinen Umständen herauszuwinden. Aber Du wirst das meistern, denn Du bist eine kluge Frau. Den ersten Beweis dafür wirst Du an Dir erkennen, wenn wir uns genau in einer Woche wiedersehen. Wir werden bis zu diesem Tag keinen Kontakt haben, es sei denn, Du entscheidest Dich doch noch gegen das Treffen. Ansonsten erwarte ich Dich am gleichen Ort wie gestern, um 20 Uhr vor der Tür zu unserem geheimen Raum. Es bleiben Dir 6 Tage, um einen guten Vorwand für Deine Absenz Zuhause zu finden, und wirst an diesem Abend nicht vor Mitternacht zurückgekehrt sein. 6 ist die Zahl, welche Dich begleiten wird. Memorisiere sie. Weitere Anweisungen wirst Du per SMS erhalten, am Tag des Treffens.» Damit beendete ich das Gespräch und liess sie mit der Verheissung allein.

Sie war mein! All ihre Antworten und Reaktionen gaben mir Gewissheit: Sie würde in einer Woche da sein.

Ich sank in den Sessel zurück und begann, im Rausch allerlei körpereigener Substanzen treibend meinen Triumph zu geniessen. Doch lange hielt ich es im braunen Leder nicht aus und holte zur Feier des Erfolgs eine Flasche Biserno 2012 aus dem Weinkeller. Diesen edlen Rotwein aus Merlot, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot hatte mir mein Weinhändler zu Recht ans Herz gelegt. Mit dem gefüllten Glas setzte ich mich wieder hin und betrachtete halb abwesend den Raum. Für einen Moment bekam ich den Eindruck, dass mein Haus nicht luftig und geräumig, sondern zum Bersten voll sei von unzähligen Gedanken, die in meinem Kopf schon längst keinen Platz mehr fanden.

Mein Blick wanderte über das Büchergestell, hinter welchem sich zwei in die Wand eingelassene Safes befanden. Im grösseren der beiden hatte ich den Lederkoffer verstaut, in dem sich die Sammlung meiner teuren Utensilien befand. Im Laufe der Jahre hatten sich einige angesammelt, einige davon hatte ich sogar extra nach meinen eigenen Vorstellungen anfertigen lassen.

In meiner Fantasie malte ich mir aus, was ich mit Elly alles anstellen würde. Damit begannen auch meine Erinnerungen an frühere Subs endlich zu verblassen. All die Schmerzen der Trennungen in Fällen der emotionalen Verbundenheit, die ich mit einigen hatte. Und die Tränen derjenigen, die sich von mir unfreiwillig trennen mussten, weil ihre Umstände sich dramatisch verändert hatten. Manchmal war sogar eine ungesunde Abhängigkeit entstanden, was die Trennung noch dramatischer machte. Und dann waren die frühen Geliebten, die meine lange zurückgehaltene, dominante Seite nie kennengelernt hatten. Wie oft hatte ich gewünscht, sie hätten es. Aber jetzt, in Erwartung der Stunden mit Elly, spielte das plötzlich keine Rolle mehr. Ich wusste, dass sie stark genug war. Die komplizierten Umstände würde sie meistern und das, was ich ihr zuteil lassen würde, ertragen. Auch wenn sie vieles davon noch gar nicht abschätzen konnte.

Nun galt es, die Vorbereitungen zu treffen für ein Zusammentreffen, welches weder sie, noch ich je vergessen sollten.

Zitat
Veröffentlicht : 24. Februar 2019 15:27

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