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DUNKLE GEHEIMNISSE – KAPITEL 2: DRUCK  

 

Als ich hörte, wie sich die Tür öffnete, verliess ich das Herrenabteil und trat ebenfalls auf den Gang. Ich war nicht erstaunt, dass sie stehenblieb: Genau das hatte ich erwartet. Beinahe gleichzeitig fielen die Türen zu. Ich sagte mir: «The Time Is Now». Bestimmt näherte ich mich ihr, ihre Augen fixierend. Dann ergriff ich ihre schmale Hand. Wie ich es geahnt hatte, leistete sie keinerlei Widerstand.

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Als häufiger Gast des Lokals wusste ich, dass von diesem Gang aus hohe Fabrikräume verzweigten, in denen sich Maschinen der früher hier ansässigen Fabrikation befanden. Es gab hier auch Führungen; um diese Zeit war das Museum jedoch längst geschlossen. Ich jedoch wusste, dass nicht alle Türen abends verriegelt wurden. Zu einem dieser für Insider zugänglichen Bereiche führte ich sie nun.

Ich zog sie ins Halbdunkel des Raumes. Die Tür schloss sich mit einem leisen Geräusch hinter uns. Durch das Oberlicht fielen die letzten Sonnenstrahlen des Tages, in der Luft lag ein Geruch von altem Schmieröl. Es war kühl. Auf der Atmosphäre lastete etwas fast Unheimliches an, etwas Verbotenes.

So verboten wie das, was noch folgen würde.

Ich drückte diese unglaubliche Frau mit meinem ganzen Körper gegen die kalte Backsteinwand. Schnell. Hart. Überwältigend. In meinen Gedanken gehörte sie mir längst. Sie keuchte und versuchte halbherzig, sich zu wehren, gab aber den Widerstand schnell auf. Kraftvoll hielt ich ihre Arme mit beiden Händen fest und über ihrem Kopf zusammen. Sie wand sich leicht, bis ich mich noch stärker an sie presste. Kurz liess ich sie schmoren, dann küsste ich sie, intensiv und fordernd. Und sie liess zu, dass ich auf diese Weise Kontrolle über sie erlangte. Ihr Körper hatte sie verraten.

Mein Knie zwang ihre Oberschenkel auseinander. Sie sollte sich öffnen, sich bewusst werden, dass sie sich nach meiner Behandlung sehnte. Jetzt war sie mir vollständig ausgeliefert: Ich hatte Zugang zu ihrem intimsten Bereich. Allein durch meinen Willen hielt ich sie gefangen. Sie stöhnte leise.

Bis dahin war unsere Begegnung wortlos gewesen, doch nun sollte sie meine Stimme das erste Mal vernehmen: «Es freut mich, dass Dein Unterbewusstsein Deine Vernunft überstimmt hat. Lass Deine Empfindungen weiter Dein Tun lenken, denn sie wissen genau, was für Dich gut ist. Und dass Du mir gehörst. Es gibt kein Entkommen – das ist Dir hoffentlich bewusst!» Sie nickte stumm, auch wenn es mir schien, eher aus lebenslang antrainierter, automatischer Höflichkeit und unreflektiert als in vollem Bewusstsein der Bedeutung. Sie sah mich mit einem Blick an, der alles verhiess: Sehnsucht nach einem starken Mann, Hingabe. Aber der Konsequenzen konnte sie sich unmöglich gewahr sein. Würde sie sich tatsächlich gehen lassen?

«Du wirst Dich nun mit dem Rücken zu mir drehen». Ich liess sie los. Kurz flackerte Erstaunen in ihren Augen auf. «Ich werde nun mit meinen Händen der Wirbelsäule entlang Deinen Rücken hochfahren und mit dem Nagel meines Zeigefingers meine Handynummer in grossen Zahlen drauf einritzen – eine nach der anderen. Du tust gut daran, Dir die Zahlen zu merken, es ist Deine erste Prüfung, ein Beweis Deiner Ernsthaftigkeit. Danach gehst Du zurück zu Deiner Familie. Du wirst diese Nummer morgen um 18.00 Uhr anrufen. Dann wirst Du weitere Befehle erhalten. Heute bleibt Deine Lust unbefriedigt – ich werde Dich erst dann erlösen, wenn mir danach ist.»

Ihre Verblüffung verwandelte sich in einen Ausdruck der Unentschlossenheit. Sie starrte in meine Augen, schluckte mehrmals leer, bevor sie ihre Stimme fand. Eine überraschend tiefe Stimme für ein solch zartes Geschöpf. Ihr Wohlklang nistete sich in meiner Erinnerung ein wie einer dieser magischen Momente, von welchen man ein Leben lang zehrt. «Ich kenne Dich nicht, ich weiss nicht, was mich zu Dir zieht, und ich habe keine Ahnung, was ich hier tue.»

Sie brauchte noch einen Schubs: Ich fasste ihr leicht an die Schulter, was sie erschaudern liess. Nun liess ich meine Hände an ihren Armen entlang ein wenig nach unten gleiten, liebkoste sie sacht. Gänsehaut zeichnete sich auf ihrer nackten Haut ab. Mein Gesicht dicht an ihrem Nacken, atmete ich tief aus. «Dein logisches Denken weiss es nicht, aber Dein Körper, Dein Unterbewusstsein schon. Jahrmillionen von Erfahrung stecken genau dort drin und hat die Entscheidung für Dich schon getroffen, als unsere Blicke sich vorhin das erste Mal kreuzten. Nun dreh Dich um!»

Jetzt gehorchte sie umgehend und wie in Trance tat sie, wie ihr geheissen. Ich hob nur die Rechte und fuhr mit dem Zeigefinger langsam ihrer Wirbelsäule entlang, zwischen den Schulterblättern. Druckvoll begann ich – Zahl für Zahl – die Nummern auf die schmale Stelle zu zeichnen. Langsam. Einprägsam.

Bei jeder neuen Zahl zuckte sie leicht unter meiner wiederholten Berührung. Ihre Anspannung und Nervosität, ob sie sich die Nummern merken könnte, waren deutlich spürbar. Ich war mir aber sicher, dass jede Zahl wie eine Tätowierung auf sie wirkte und sie sich jede einzelne einprägen würde.

Nach der letzten Ziffer trat ich zur Seite und hielt ihr die Tür zurück zum Flur – und damit zu ihrer Freiheit – auf. Grelles, die Netzhaut schmerzendes Licht strömte hinein, ebenso hart und unerbittlich wie meine Körperhaltung. Sie musste zurück. Mit leicht gesenktem Blick ging sie an mir vorbei. Was für eine Frau! Ein brodelnder Vulkan, der nur auf seinen Ausbruch wartete. Würde sie es tatsächlich wagen, mich anzurufen?

Sie schritt hinaus auf den Gang und machte sich auf den Weg. Kein Blick zurück zu mir. Erstaunlich. Mit etwas Distanz folgte ich ihr in die Restaurant-Räume, um an meinen Platz zurückzukehren. Im Gehen schaute ich zu ihrem Tisch, wo sie gerade im Begriff war, sich wieder zu setzen. Ihr Mann sah sie fragend an, war es doch eine unüblich lange Abwesenheit gewesen für einen Toilettenbesuch. Sie blickte verschämt zu Boden, um sich danach hastig, im Bemühen um Ablenkung, um ihre eigentlich sehr selbständigen Kinder zu kümmern. Es war ihr durchschaubares Bemühen um eine Rückkehr zu einer Normalität, die vor wenigen Sekunden aufgehört hatte, zu existieren.

Nachdem ich bezahlt hatte, begab ich mich auf den Weg zu meinem Auto. Während der anschliessenden Fahrt nach Hause drehten Visionen von spannenden, verheissungsvollen Momenten mit dieser namenlosen Frau. Meine Vorstellungskraft ebbte auch in der Nacht nicht ab und verdrängte meinen Schlaf fast gänzlich.

Eine Gefahr blieb: Der kommende Morgen, in ihrem gewohnten Umfeld, ihr einen klaren Kopf bringend. Würde sie, reingewaschen vom Hormoncocktail, den meine Gegenwart bei ihr erzeugt hatte, sich anders besinnen und die Begegnung mit mir als kurzes, flüchtiges Abenteuer abtun?

Zitat
Veröffentlicht : 24. Februar 2019 15:29

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