BDSM Forum

Im Forum unserer BDSM Community findest du Anregungen, spannende Diskussionen, den virtuellen und realen Austausch mit anderen BDSMlern. Als Besucher kannst du nur einige Themen lesen, es werden jedoch keine Bilder angezeigt. Für eine Teilnahme am BDSM Forum ist eine Registrierung notwendig.

Benachrichtigungen
Clear all

DUNKLE GEHEIMNISSE – KAPITEL 1: UNERWARTETE BEGEGNUNG  

 

Es war ein eher kühler Abend im September. Ich sass an der Bar eines In-Lokals und gönnte mir einen Lagavulin 16 zum Feierabend. Das Restaurant befand sich in einem ehemaligen Industriekomplex etwas ausserhalb der Stadt und zog aufgrund seines Ambientes als alter Fabrikationsbetrieb und mit seiner exzellenten Küche eine Menge urbaner Gäste an.

elly1

Die Bar befand sich zwischen zwei grossen Räumen, was mir einen guten Überblick verschaffte. In meinem Sichtfeld sass eine vierköpfige Familie. Die Mutter, eine Dame mit langen, dunkelblonden Haaren, etwa 40 Jahre alt, war auffallend attraktiv. Ihr Outfit bestand aus einer luftigen weissen Bluse, einem bordeaux-farbenen, eng sitzenden Rock und eleganten schwarzen Wildlederpumps. Ihr Make-Up war perfekt, der volle Mund durch roten Lippenstift schön betont. Die Fingernägel waren im gleichen Ton lackiert – Stil, wie man ihn nicht mehr oft sieht. Was für eine Wohltat für meine Augen. Ich nahm an, die Familie war mit der englischen Sportlimousine vor der Tür hergekommen. Dies und die Tatsache, dass die Familie zu viert hier ein gediegenes Abendessen einnahm, liess mich auf ein gutes Einkommen zumindest des Ehemanns schliessen.

Seit Monaten hatte ich keines meiner besonderen Treffen mit einer Frau mehr erlebt. Um so heftiger wirkte die Ausstrahlung dieser anmutigen Dame nun auf mich. Hier, so war ich überzeugt, sass eine Frau, die stark und selbstbewusst genug war, um mein nicht alltägliches Spiel mit den Sinnen geniessen zu können. In meinem Kopf begannen sich Szenarien zu bilden. Mein logisches Denken setzte mehr und mehr aus und wich pulsierenden, erotischen Gedanken. Lag das am Alkohol oder an meiner längeren sexuellen Abstinenz? Oder gar einfach nur an ihr?

Ich konnte meine Augen nicht von dieser faszinierenden Frau abwenden. Als hätte sie meinen intensiven Blick wie plötzliche Wärmestrahlen auf ihrer Schulter bemerkt, drehte sie den Kopf zur Seite und blickte zu mir. Wiederholt. Mein Blick war fordernd, denn es war mir ernst: Mein Entschluss, diese Frau für mich zu gewinnen, stand fest. Aber würde sie sich wirklich auf mein Spiel einlassen und dabei Lust empfinden?

Sie nestelte an ihrer Serviette und blickte mit einem aufgesetzten Lächeln zu ihrem Mann. Ihr Körper wurde zunehmend von einer nervösen Anspannung erfasst. Von Minute zu Minute schien sie unruhiger. Es machte den Eindruck, als wäre sie in einer unerträglichen Situation gefangen. Auch ihrem Mann fiel offenbar ihr sonderbares Verhalten auf.

Es musste etwas geschehen.

Plötzlich erhob sie sich, wobei ihre Serviette zu Boden fiel. Sie musste sich danach bücken, was mir den beeindruckenden Anblick ihrer wohlgeformten Brüste bescherte. Ihre Brustwarzen waren durch die leichte Bluse hindurch sichtbar. Scheu, fast ein wenig unsicher, erwiderte sie meinen Blick für eine lange Sekunde. Dann richtete sie sich auf und ging in Richtung der Toiletten im hinteren Teil des Restaurants.

Ein Wink.

Umgehend, aber beherrscht erhob ich mich und folgte ihr so, dass sie es bemerken musste. Die WC-Anlagen befanden sich hinter einer schweren Holztür, am Ende und zur Rechten eines langen Ganges des Industriegebäudes. Das Damenabteil war etwas näher, vor dem Eingang für die Herren, gelegen.

Hinter mir fiel die Tür zum Restaurant mit einem für mein Empfinden überlauten Geräusch ins Schloss. Ich erblickte die Frau, wie sie gerade mit federnden Schritten die zweite Hälfte des Weges zurücklegte. Sie musste mich und die zufallende Türe hinter mir gehört haben, hatte aber offensichtlich beschlossen, mich zu ignorieren. Sehr direkt steuerte sie auf die Damentoilette zu und riskierte keinen Blick zurück. Für diese Kühle würde sie noch büssen müssen, wenn ich sie erst in meinen Fängen hätte! Noch nie hatte ich geduldet, dass meine Gespielinnen – aktuelle oder zukünftige – mich einfach missachteten.

Vor dem Eingang zur Damentoilette drehte sie sich nach rechts und nahm die Klinke in die Hand, um sie zu drücken. Doch dann hielt sie kurz inne, drehte ihren Kopf noch weiter rechts und sah mich direkt an. Was für Augen diese Frau hatte! Ihr Gesichtsausdruck wirkte nervös und gleichwohl begehrend. Eine plötzliche, heisse Strömung überwältigte meinen Körper, von der Hirnhaut hinunter bis in alle Zehenspitzen hinein.

Ich wollte sie.

Unsere Blicke verhakten in sich in einander. Wenige Sekunden, die wie Minuten wirkten. Das Leben in Zeitlupe. Durch ihre Pupillen, die wie das Fenster zur Seele sind, verschaffte ich mir Zugang zu ihrem Wesen und begann, davon Besitz zu nehmen.

Sie regte sich für einen Moment nicht, im Banne der Situation. Doch dann richtete sie ihre Augen auf den Boden und kurz darauf zur Klinke, um meinem fordernden, sie innerlich fast verbrennenden Blick auszuweichen. Dann drückte sie den Griff und öffnete den Eingang zur Toilette. Ich schritt langsam an ihr vorbei, sie dabei mit meinem Körper absichtlich, aber nur leicht berührend und ihr meinen Duft übermittelnd. Sie trat hinein und die Tür schloss sich hinter ihr.

Kurz danach betrat ich die Herrentoilette, jedoch nur symbolisch: Diese wunderschöne Frau durfte mir auf keinen Fall entwischen. Und ich war mir sicher, sie war sich dessen bewusst. Begegnungen dieser Art wiederholen sich nicht oft. Momente, in welchen die Faszination für eine Person wie ein Stromschlag beide gleichzeitig trifft. Eine solche Gelegenheit und eine solche Intensität – ein neuer Mikrokosmos, geschaffen für zwei.

Zitat
Veröffentlicht : 24. Februar 2019 15:31

BDSM Forum – jetzt anmelden und dabei sein!

Skip Navigation

 



SMoRuN