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Macht oder Manipula...
 
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Macht oder Manipulation?

 
Bibbi

Wer manipuliert wem?

Der Top, der Situationen herbeiführt nach seinem Wunsch oder die Bottom, die ihn so manipuliert, dass genau ihre Wünsche erfüllt werden?

Obwohl ich eine Sub bin, formuliere ich meine Ansprüche, kicke Männer aus der Auswahl, wenn sie mir nicht passen, sage ihnen, was ich erwarte und wie unser Zusammenleben zu funktionieren hat. Ist das nicht dominantes Verhalten, ist das noch angemessen für eine Frau, die sich unterwerfen will? Wie groß darf denn die Dominanz bzw. Macht einer Sub sein?

Danke für eure Meinung!

Zitat
Themenstarter Veröffentlicht : 21. Februar 2021 09:48
FrankI

Das liest sich recht dominant so wie du es schreibst. Könnte es nur fehlendes Vertrauen sein? In jeder Beziehung müssen Kompromisse gemacht werden das sollte allen klar sein. Was die Auswahl deiner Potenziellen Partner angeht ist es doch nur normal ihn zu kicken wenn es nicht passt, das hat wohl nichts mit dominant zu tun.  

sage ihnen, was ich erwarte und wie unser Zusammenleben zu funktionieren hat.

So lange es nur um das Zusammenleben geht ist das in Ordnung , aber auch für eine Wunschzettelsub  wird es den passenden Partner geben.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Februar 2021 15:18

Warum sollte man nicht im Voraus abklären, was geht und was nicht? Gemeinsame Grenzen klären etc.

Da sollte auch eine Sub ihren Teil dazubeitragen. Nützt ja nichts, wenn beide ein ganz anderes Ziel verfolgen bzw ganz andere Vorstellungen davon haben, was gespielt werden soll.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Februar 2021 19:20
Marita

Die Eingangsfrage irritiert mich ein wenig. Wieso Manipulation?

Aber zu Deiner eigentlichen Frage: Deine Ansprüche und Vorstellungen zu haben ist nicht dominant, das machen wir alle.

Für mich klingst Du aber nach Jemandem der in der Beziehung bestimmen will, wo es lang geht, und hier scheidet eine 24/7-D/S-Beziehung schon mal aus...es sei denn Du bist eine Kampf-Subbie, die es braucht ständig ihre Grenzen auszulooten. Aber das dürfte den meisten D/S-Dom's zu anstrengend sein.

Ich lese aus Deinem Geschriebenen, das Du D/S auf eine spielerische Art, zu deutsch: "Alleine auf's sexuelle bezogen", haben möchtest, und das auch nur nach deinen Regeln. Für mich liest sich nichts heraus, was in meinen Augen, D/S ausmacht.

Sorry, ich will Dich bestimmt nicht angreifen. Es ist nur meine ganz persönliche Meinung.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Februar 2021 19:22
Wabisukisha und Tranquillia gefällt das

Das Märchen von der Augenhöhe in einer Vanilla-Beziehung *floet*

Formen von Macht in der (Vanilla) Partnerschaft

  • Macht durch Zugriff auf bestimmte Mittel
  • Macht durch Geld
  • Macht durch Wissen, Fähigkeiten
  • Macht durch Information
  • Macht durch Beziehung
  • Macht durch den beruflichen oder gesellschaftlichen Status
  • Macht durch physische Aspekte
  • Macht durch persönliche Ausstrahlung, Charisma

 

Wer Macht besitzt oder zugesprochen bekommt und sie ausübt, kann das auf unterschiedliche Weise tun

  • Macht durch Belohnung, beispielsweise über materielle oder finanzielle Belohnung, durch die Gewährung von Aufmerksamkeit, Zuwendung oder Lob.
  • Macht durch Bestrafung oder Zwang, beispielsweise über körperliche Gewalt, die Zurückhaltung von Belohnung oder durch Ignorieren.
  • Macht durch Passivität. Diese Macht wird beispielsweise ausgeübt, wenn ein Partner schweigt oder nicht reagiert. Ein anderes Beispiel dafür ist, wenn ein Partner dem anderen ein Verletzung oder Verfehlung nicht verzeiht.
  • Macht durch Begrenzung, beispielsweise wenn sich ein Partner vor Übergriffen durch den anderen Partner schützt.
  • Macht durch Behinderung, beispielsweise in dem ein Partner den anderen daran hindert, sich zu entfalten

 

In einer D/S Beziehung handelt es sich um eine Macht durch Ermöglichung

Die Machtverhältnisse werden ohne Machtkämpfe einvernehmlich verschoben. Für welche Bereiche des Beziehungsalltag das zutrifft, bleibt jeden Paar selbst überlassen. Werden die Machtverhältnisse in bestimmten Bereichen, nach Absprache, dauerhaft verschoben hast Du bereits ein 24/7.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Februar 2021 21:51
Wabisukisha und Mr_DarkFun gefällt das

Wer meint dem alten Fuchs zu sagen - was er zu tun oder zu lassen hat -, wird mit dem alten Fuchs niemals zusammenkommen.

Wer den alten Fuchs durch Begeisterung, Charme und Charisma ansteckt und der alte Fuchs die Begeisterung dann auch auf sich überschwappen lassen möchte, hat den alten Fuchs schon ein kleines Stück für sich gewonnen. Auf diesem Weg ist dann vieles möglich. Wenn Frau mit den Augen spielt kann sie den alten Fuchs begeistern, aber weil er es zu lässt.

Dabei erübrigt sich für den alten Fuchs o. g. Ausgangsfrage ganz geschmeidig.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Februar 2021 23:19

"Das Märchen von der Augenhöhe in einer Vanilla-Beziehung"

 

Das hindert einen nicht daran mit Empathie auf Augenhöhe zu gucken,

dies kann der Vater gegenüber seiner Tochter tun, in dem er sie als gleichwertigen Gesprächspartner wahrnimmt;

dies kann der Vorgesetzte gegenüber seinen Mitarbeitern tun, in dem er sie als Team einbindet und bei Kompetenz der Mitarbeiter diese machen lässt und ihnen den Rücken frei hält;

und dies kann in einer Sad-Maso-Beziehung der dominante Sadist gegenüber seiner Maso-Dame tun, wenn er ihre Sichtweise respektiert und wenn sie Recht hat, ihr auch Recht geben kann, das tangiert ein "Machtverhältnis" m. E. nicht.

Ob dies bei einer D/S-Beziehung geht, diese Frage stellt sich dem alten Fuchs nicht, da er starke Fücksinnen auf Augenhöhe zum Herumstreunen bevorzugt.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Februar 2021 23:42
Veröffentlicht von: @der_alte_fuchs

Das hindert einen nicht daran mit Empathie auf Augenhöhe zu gucken,

Du kannst gleich in die Röhre gucken, hat den gleichen Effekt!

Augenhöhe oder Gleichheit, die wir verlangen, ist der erträglichste Grad von Ungleichheit. Wo bliebe die Kraft des besseren Arguments, die fachliche Expertise, die Entscheidungskompetenz, wenn die Augenhöhe als entscheidendes Kriterium jegliche Unterschiede einebnen will? 

Wenn es weniger um Wahrheit und Überlegenheit durch stichhaltige Argumente geht als um Toleranz, Harmonie und um die Abschaffung von Hierarchie, hätte das gravierende Folgen für unsere tägliches Zusammenleben bzw. unsere Gesellschaft.
Die Diskussion zwischen Arzt und Patient würde mehr Schaden als Nutzen erzeugen. Ein Professor, dessen Erfahrung und Wissen nichts mehr gilt, würde den Lehrbetrieb ad absurdum führen. Eigentlich wäre jede pädagogische Beziehung zum Scheitern verurteilt.

 

Im Hamsterrad der Augenhöhe bleibt die Wahrheit auf der Strecke. Wunderschön ist es, Konsens zu erleben, verdächtig, wenn er anhält!

 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22. Februar 2021 08:00
Wabisukisha, Schwarze, Mr_DarkFun und 2 weiteren Personen gefällt das

 

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