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Session planen?
 
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Session planen?

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FrankI

@tranquillia

In diesem Fall muss ich dir recht geben, für etwas Besonderes , wie mal ganz anderes ist es sinnvoll einen Plan zu haben. Diese Veranstaltung im CANTONIUM kenne ich, hier wirst du ja sowieso im Vorfeld mit Sub diesen Neigungsbogen absprechen müssen, kann mir kaum vorstellen das Sub dieses allein entscheiden will oder kann, schon ist Kopfkino und das Drehbuch steht. Ist nicht meines , aber ich denke wenn Sub mal eine Belohnung verdient hat, kann ich auch mal den Wunscherfüller machen und ihr dieses Erlebnis ermöglichen. Öffentlichkeitsarbeit ist nicht meines, auch das lange warten am Anfang nervt mich, bin aber auch ehrlich und gebe zu das jeder diesen Wahnsinn ein mal erlebt haben soll, ich war das erste Mal völlig Überfordert zu viele Regeln und Sub etwas aufgeregt und schon wird über den Roten Teppich gelatscht, was nun? für viel bestimmt eine Herausforderung für andere ein Abtauchen in eine andere Welt, aber nicht meine Art meine Sexualität zu leben.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 1. Dezember 2020 22:03
She_Wolf und Tranquillia gefällt das

Ich mag Herausforderungen :roll:  

Wie in einem BDSM  Appartment auch ist es einfach mal eine Auszeit aus dem gewohnten Trott.

Mit anderen Möglichkeiten  und Herausforderungen.

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Veröffentlicht : 2. Dezember 2020 13:44
Lilliesschen gefällt das

 

Eigentlich geht es genau darum, die Auszeit aus dem gewohnten Trott und das gilt auch für die Sessions im BDSM. Sub kennt die Techniken, die Dom anwendet, überblickt, welches Spielzeug er benutzen wird, und hat eine ungefähre Ahnung vom Ablauf seiner Session. Man probiert im Laufe der Zeit neues aus, doch irgendwann hat man alle Alternativen ausgeschöpft. Es gibt keine Überraschungen mehr, Sub muss keine Angst vor Unerwartetem haben, die Spannung hat sich gelegt. Die Session werden zur Routine, verlieren Ihren Reiz.

Klar, mit einer Anfängerin oder neuen Sub ist erstmal alles neu und spannend. Vielleicht ein Grund für die geringe Halbwertzeit von Spielbeziehungen. Wen sich die Langeweile auf beiden Seiten einstellt, sucht sich ein jeder ein neues Abenteuer?

Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier. Einige mehr als andere. Aber meistens sind wir es und warum sollte es im BDSM anders sein? Gerade, wenn man schon länger zusammen ist. Man weiß, dass die Neigungen übereinstimmen, welche Grenzen verschoben werden können, welche Tabus für immer Tabus bleiben müssen und welche nicht.

Sein gelebten BDSM zu reflektieren und neues planen, für mich einer der Möglichkeiten.

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. Dezember 2020 14:52
sublasziv gefällt das
dsx
 dsx

Als ich noch mit meinen Kindern zusammen gewohnt, blieb uns gar nichts anderes übrig als zu planen.

Und ein Apartment war auch dabei..... 8-)  

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Veröffentlicht : 17. Januar 2021 00:12
Veröffentlicht von: @subbea
Veröffentlicht von: @lord_of_tenacity

Aber in erster Linie sind wir immer zwei Menschen und nicht immer lässt sich etwas, das man geplant hat umsetzen.

Aber das genau erwarte ich von einem "Dom", das er eine Situation planen und bestimmen kann und sich nicht wie ein Blatt im Herbstwind treiben lässt. Sorry, wäre mir einfach zu beliebig und planlos.

Mhm... ich würde da jetzt gerne mal darauf antworten und dir widersprechen... Also, los geht's:

"Dom" soll also voraus planen und bestimmen, hier jetzt in Bezug auf die Session bezogen.
Okay, er fängt also damit an. Er plant. Den Ablauf bis ins Detail. 10 Minuten aufwärmen, 20 Minuten Peitsche, 10 Minuten Wachs, etc...

Klingt ja prima. Ablauf geplant und wird bestimmt. Kein Blatt im Herbstwind. 
Was passiert aber, wenn sie an dem Tag schon nach 10 Minuten Peitsche nicht mehr kann oder das Wachs sie zu sehr fordert?
Geplant ist geplant? Oder abweichen? Abweichen ist aber nicht geplant und lässt sich nicht planen, da man ansonsten eine Planung hätte, die jede Eventualität berücksichtigen müsste. Dann wären wir aber schon bei einer ganzen "Wandtapete", die man benötigen würde. 

Ich rede jetzt nur für mich: Mir persönlich würde dann eine Session überhaupt keine Freude mehr machen. Ich würde mich wie ein Bürokrat fühlen. Ich persönlich lasse mich gerne wie ein Blatt im Herbstwind von der Stimmung und den Gefühlen treiben. 
Klar habe ich oftmals "Vorstellungen", was ich in einer Session gerne machen würde. Aber das alles planen? Nein, dass würde mir ganz viel rauben. Nämlich Flexibilität. Das eingehen auf unsere Lust und unsere Gefühle. Dennoch habe ich bisher nie ein Feedback bekommen, dass ich planlos und nicht bestimmend wäre in einer Session. Oder beliebig.

Beliebig wäre es, wenn ich nur nach einem vorgegebenen Plan agieren würde. Denn dann könnte man die Beteiligten beliebig austauschen und müsste sich nur an den Plan halten. 

Aber das ist halt nur meine persönliche Meinung. 

 

Herzlichst

Wabi

AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. März 2021 10:15
She_Wolf, Marita und Rainha gefällt das

Planen, Machen, Bestimmen, Gucken, Einfühlend, Beobachten .....

Dom - miese Jobbedingungen.

Der alte Fuchs gestaltet seine Freizeit lieber anders.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. März 2021 11:19

PS: Wo bleibt die unberechenbare Spontanität, die Lust aus dem Moment?

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Veröffentlicht : 4. März 2021 11:31
She_Wolf und Wabisukisha gefällt das
Veröffentlicht von: @der_alte_fuchs

PS: Wo bleibt die unberechenbare Spontanität, die Lust aus dem Moment?

Warum sollte das auf der Strecke bleiben?

Wenn sich (m)eine Sub in die Bahn/Auto gesetzt hat, um mit mir ein Wochenende zu verbringen, ist es das mindeste das ich versuche, ein für uns beide passendes Wochenende zu planen. Denn hier ist das Wochenende die Session.

Eine Session planen bedeute auch den Rahmen und das Setting festzulegen, denn genau das gibt den Raum für Spontanität und Lust auf dem Moment. Diese Momente würde es nicht geben, hätten wir das Wochenende nicht geplant ;-)  

Mit der Erfahrung kommt auch die Routine und ich muss mir keinen Plan über die Abfolge einer SM Session mehr machen. Ich habe jedoch einen Anspruch an das Arrangement, denn ich bin auch gerne ein perfekter Gastgeber.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. März 2021 12:29
Cciso, FrankI und Wabisukisha gefällt das

@tranquillia

Da gehe ich konform. Ein Korsett und einen Rahmen schaffen, ja. Das mache ich auch gerne.
Wenn das unter "Session planen" gemeint ist.... d'accord.

Ich persönlich hatte die Fragestellung allerdings so verstanden, dass die Session an sich geplant sein soll. Der ganze Ablauf und wann was passiert. 
Und da würden mir dann halt, wie der alte Fuchs schrieb, die Spontanität und die Lust aus dem Moment fehlen.

Kurz: Einen gewissen Rahmen und Umstände planen: Ja. Die Session (sprich den Ablauf) komplett durchplanen: Nein. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. März 2021 12:35
She_Wolf, Marita und Rainha gefällt das
Marita

@wabisukisha

Ich stimme zu 1000% mit Dir überein. *g*  

Es gibt soviele Unwägbarkeiten, die das Planen einer Session, -womöglich schon eine Woche vorher-, in meinen Augen sinnlos machen.

Natürlich macht Dom/e sich Gedanken, was er/sie mit Sub machen möchte. Ich merke das immer wieder, wenn mir meine Besitzerin kurz vor einer Session befiehlt, dies-, das- und jenes Spielzeug bereit zu legen, oder den Deckenhaken zu "bestücken"^^ (Was aber nicht automatisch heißt, dass All das auch benutzt wird)

Aber einen wirklichen Plan hat Sie nicht. Sie meint, sie achtet auf meine Reaktionen und passt den Ablauf dementsprechend an.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. März 2021 13:10
She_Wolf und Wabisukisha gefällt das

Zum einen sollte doch bereits mit der Sub besprochen werden, was bei der Session das "Hauptprojekt" sein wird. Daneben plane ich immer noch Dinge ein, die nicht abgesprochen sind. Ich miete aber kein Studio an, sondern habe ein Zimmer meiner Wohnung für SM zur Verfügung. Das ist gerade in der momentanen Situation äußerst praktisch.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. März 2021 17:19

Session planen?
Mhm... damit habe ich irgendwann aufgehört. Einfach aus dem Grund, weil eine Session ja auch immer sich an das jeweilige Tagesempfinden anpasst (zumindest bei mir).

Früher stand ich oft genug da, alles gründlich geplant wie ein Drehbuch (also den Ablauf, nicht wie lange etwas dauern sollte) und dann kamen die Reaktionen meines Gegenübers, die mich dann schon wieder ganz anders haben situativ handeln lassen.
Ergo habe ich irgendwann damit aufgehört. 

Nichts desto trotz habe ich bei Sessions die etwas besonderes sein sollen immer noch einen gewissen "Rahmen" im Kopf. Nur das es mich einfach nicht mehr stört oder unter Druck setzt, wenn davon abgewichen wird. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22. März 2021 13:37
She_Wolf und Rainha gefällt das
Mateus

Meine Erfahrung ist, dass ich wie beim Klavierspielen improvisiere, d.h. es stehen Handlungsmuster und Themen zur Verfügung, vorher angedacht oder aus Erfahrung, und dann werden sie je nach Situation und Reaktion abgerufen, individuell ausgespielt und entwickelt. Manchmal muss ich geplante Ideen auch verschieben oder stillschweigend drauf verzichten.

Merkt die sub (in meinem Fall weiblich), ob ich geplant oder improvisiert habe? Woran sollte sie, wenn es immer weiter geht? Es sei denn, sub erwartet, den genauen Fahrplan im Vorhinein vorgelegt zu bekommen. Aber wo wäre da der Spaß? Oder sie könnte es merken, wenn die Session eine Art nachvollziehbare Struktur haben soll, also z.B. auf ein großes Finale zulaufen soll. Bei Ravels Bolero ist jede Abweichung ein Kontrollverlust, bei einem Symphoniekonzert eher eine Bereicherung.

@sublasziv scheint mit planlos zu meinen, dass Dom zögert, abbricht oder ähnliches. Also die Kontrolle verliert und es zeigt. Sehe ich das richtig?

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Veröffentlicht : 12. April 2021 21:01
Hirsch gefällt das

@mateus

Nein, mein Dom kann eine Session abbrechen, wie und wann er möchte. Für einen kurzen Quickie wird improvisiert. Läuft eine Session über Nacht, merke ich schon, ob er eine Choreografie hat oder nach Lust und Laune spielt.

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Veröffentlicht : 13. April 2021 06:55
Hirsch gefällt das
Hirsch

@sublasziv

Was gefällt Dir in der Regel besser, wenn ich fragen darf, Choreografie oder nach Lust und Laune?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 13. April 2021 08:47

So, dann will ich auch mal meine Ansicht dazu beisteuern:

 

Zuerst finde ich die in diesem Thread implizit auftretenden Assoziationen mit "Planung" interessant. Nicht wenige scheinen Planung mit Unflexibilität oder Starrheit zu verbinden. Dem muß mitnichten so sein. Modernes Projektmanagement ist schon seit langen von den starren Modellen weg hin zu flexibleren - aber dennoch geplanten und organisierten - Arbeitsabläufen gekommen. Ich möchte daher darum Bitten diese assoziative Verknüpfung nicht zu stark zu manifestieren.

Desweiteren sollten wir uns vielleicht klar werden, was wir in diesem Post unter einer Session verstehen wollen:

Für mich ist eine Session das BDSM-Aqäuivalen zu einem Candlelight-Dinner. Ich mag zwar gerne für meine Partnerin kochen, was auch spontan und nach Lust und Laune geschieht. Oder sie Abends mit besonderen Fingerfood-Leckereien vorm Fernseher beglücken. Aber das Candlelight-Dinner ist doch der kulinarische Höhepunkt. Und der erfordert Planung.

Um in dem Bilde zu bleiben: -und ich traue meinen Leserinnen und -Lesern die Transposition ins BDSM zu- wer wäre von einem Candlelight-Dinner erbaut, bei dem der Einladende sich keine Gedanken gemacht hat? Keine Kerzen vorbereitet, das Eßzimmer ungeschmückt und auch noch keine Essensplanung oder gar dafür nötige Einkäufe erledigt?

Und was die Unflexibilität betrifft: Natürlich wird man sich vorher mit der (oder dem) Eingelandenen beschäftigen. Einer sich der Carnivoren Diät verschriebenen Dame wird man kaum ein vegetarisches Gericht vorsetzen. Oder dem Hindu ein Rindfleischgericht.

Das schließt allerdings nicht aus -und sollte auch nicht alleine der Verantwortung des Koches obliegen-, daß es trotz allem gewisse Dinge gibt, die -entweder aufgrund der Zubereitung oder des Nahrungsmittels an sich- die nicht ganz den Geschmack des Beköstigten trifft. Hier ist dann gutes Benehmen und Anstand gefragt. Man kann daraus am Tisch einen Elefanten machen und sie gemeinsame Stimmung zerstörem. Oder dezent diese Speisen auslassen, bzw (ggf hinterher) kommunizieren, daß es nicht nach dem eigenen Geschmack war. Und ein guter Gastgeber (bzw Gastgeberin) wird diese Signale durchaus sehen und akzeptieren.
Nicht vergessen sollte man auch, daß manche Speisen, die man sonst vermeidet, in dieser Zubereitung, Umgebung oder Stimmung plötzlich genießbar sind. Oder man sich einfach aus Höflichkeit einen Ruck gibt und auch den ungeliebten Spinat essen kann.

Die komplette Verweigerungshaltung, sich mit verschränkten Armen hinzusetzen und nach einem Blick auf die ausgebreiteten Speisen zu sagen "Ich habe jetzt aber Bock auf Currywurst und Pommes. Und einen Whisky!" empfinde ich persönlich aber als einen Schlag ins Gesicht. Und bin mir sicher, daß ich mir hier die Mühe eines zweiten Dinners nicht machen werde.

 

Ich erlaube mir noch eine Bemerkung zu @Mateus

Ich mag Deine Allegorie mit der Musik. Eines hast Du aber vergessen zu erwähnen: Bis man soweit ist, auf dem Niveau zu spielen, daß man Themen und Elemente gut verbinden kann, ist eine ganze Menge Übung notwenig. Und m.W.n. erlangt man diese in dem man eben Partituren nachspielt. Also "vorgeplante" Lieder. Seien es die bekannten Fingerübungen, Lieder oder ganze Klavierkonzerte.

[Edit:] Und um es klar zu machen, auch bei einer (guten) Improvisation planst Du. Du hast eine Stimmung im Kopf die Du erreichen willst und wirst hoffentlich auch Einleitungen Hauptteil und Schluß planen. - Vielleicht aufgrund der Erfahrung sehr schnell, aber die Planung ist da. Denn dadurch unterscheidet sich ein zielloses rumklimpern auf dem Klavier von einer Improvisation.

Abschließend noch ein Punkt von meiner Seite:

Ich bin beruflich durchaus oft mit öffentlichen Reden, Debatten etc. beschäftigt. Und habe mich daher eine Zeit lang einem Rhetorik Verein angeschlossen. Stegreifreden waren kein Problem. Aber die Anforderung meine Reden vorzubereiten und auch schriftlich zu Verfassen haben mich - mangels Übung darin - vor ein Problem gestellt. Es war eine schwere Geburt, viel Überwindung und ein loslassen von gewohnten Faulheiten.  Aber: Es ermöglicht einem eine größere Eloquenz. Die Verwendung von Bildern, Metaphern und Wortspielen, die einem in der kürze der Zeit einer Stegreifrede niemals einfallen würden, geschweige denn sich in diese reibungslos einbauen ließen.

Schlußendlich ist eine Planung für jede noch so kleine Aktivität nötig. Insbesondere wenn man darin eine gewisse Qualität entwickeln will.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 13. April 2021 11:06
Schwarze, She_Wolf, Tranquillia und 2 weiteren Personen gefällt das
Veröffentlicht von: @hirsch

Was gefällt Dir in der Regel besser, wenn ich fragen darf, Choreografie oder nach Lust und Laune?

Die Choreografie *liebguck*  

AntwortZitat
Veröffentlicht : 13. April 2021 13:46
Mateus

@Moon-Beast

Sehr starker Beitrag. Und du hast mich angespornt, mein Improvisieren zu verbessern! Danke.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. April 2021 13:04
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