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BDSM nur eine Option - Ausstieg aus BDSM?

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Ich bin jetzt gefühlt mein halbes Leben im BDSM und ich habe doch so einige Leute im Laufe der Zeit kennengelernt. Es sind Freundschaften entstanden oder man hält auch über die Jahre Kontakt.  Was mir schon seit einiger Zeit auffällt, dass viele dich mich ein Stück in meinem BDSM begleitet haben, heute nicht mehr (aktiv) im BDSM sind.

Klar, einige haben den passenden Partner im BDSM für eine Beziehung gefunden und ziehen sich ins Privatleben zurück. Community, Events oder Stammtische stehen nicht mehr im Mittelpunkt, waren vielleicht nur Mittel zum Zweck. Es begegnen mir aber auch die, welche BDSM, selbst nach zehn aktiven Jahren einfach aufgegeben haben. Fragt man nach, ist es ein Vanilla-Partner oder man bekommt die Antwort - es bringt mir nichts mehr!

Seine BDSM Neigung einfach wie ein Mantel an der Garderobe einer "normalen" Beziehung abgeben - geht das?

BDSM erlebt, gelebt und ausgelebt und festzustellen, dass es einen doch nicht glücklich macht?

 

Zitat
Themenstarter Veröffentlicht : 16. Dezember 2021 10:15
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Guardian
FSK 18 geprüft

Ich wünschte, ich könnte es wie einen Mantel ablegen. Aber es ist wohl eher wie:  Nicht aus seiner Haut können! I am what I am...

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Veröffentlicht : 16. Dezember 2021 14:20
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VelvetSteel
FSK 18 geprüft

Nun, wenn man mal bedenkt, dass SM und z.T. auch Bondage nur Arten von bestimmten Vorspiel ist, also sexuelle Kinks, dann kann man evtl auch nachvollziehen, warum Menschen anscheinend darauf verzichten können. 

So wie man sich im Leben ändert, so ändern sich ja auch sexuelle Vorlieben. Wenn man jung ist, findet man z.B. Oralverkehr spannend, später entdeckt man Anal und findet das toll. Dann kommt evtl einen Phase von SM und irgendwann landet man evtl bei slow sex, weil alles andere zu anstrengend ist. (das ist jetzt nur ein Beispiel! Keine allgemeingültige Aussage!)

Ich und auch viele andere Menschen, die ich kenne oder mit denen ich gesprochen habe, können durchaus auch normalen Sex genießen. So ganz ohne SM *panik*   Wäre ja auch langweilig, wenn man IMMER erst hauen muss, damit man rein stecken darf  

Und ich kann mir ebenso gut vorstellen, dass wenn ich mich verliebe und alles menschlich und in den außersexuellen Neigungen passt, dass ich dann mit "normalem" guten Sex ebenso glücklich werden kann. 

Weil ich persönlich mich eben nicht auf BDSM reduziere. Ich habe mehr Facetten.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 16. Dezember 2021 16:01
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FrankI
FSK 18 geprüft

Ich denke wir werden nur älter, vor 15 Jahren fing die Session Freitag Nachmittag an und hörte am Montag früh auf. Ich war nie großer Fan von öffentlichen Veranstaltungen, aber als Belohnung oder Strafe für Sub habe ich doch so 2 bis 3 Mal im Jahr an Veranstaltungen teilgenommen, auch mal nur so, mich zu orientieren.

Jetzt weiß ich was ich will und was nicht, ich brauche keine Öffentlichkeit für mein Bdsm.  Ok. jetzt so nach 2 Jahren ohne Veranstaltung, da fehlt schon was, aber es sind ja nicht nur die Veranstaltungen im Bdsm. Ich denke auch das dass Testosteron im Alter weniger wird, ich bin zwar sexuell immer noch sehr aktiv aber nicht zu vergleichen mit dem vor 20 Jahren. 

Ich denke im Bdsm geht es ja nicht nur um Sex, für mich ist es mehr, ich habe mehr als nur das Bedürfnis sexuell befriedigt zu sein, in einer Vanilla Beziehung würde etwas fehlen und ob es uns glücklicher macht wenn etwas fehlt möchte ich bezweifeln. Und die arme Vanilla Partnerin, wie soll ich ihr erklären warum sie beim Koitus eine Ohrfeige bekommen hat.  Für mich einfach nicht vorstellbar ohne Bdsm zu leben.  Ich denke wir haben alle schon mal in einer normalen Partnerschaft gelebt, warum haben wir uns für diesen komplizierten Weg entschieden?

Warum sind so viele auf der Suche nach dem richtigen Partner im Bdsm? Wenn es ohne gehen würde was wollt ihr alle hier?  Aber auch wenn ich sehe wie viele über Jahre erfolglos nach dem richtigen Partner suchen, kann ich schon verstehen, wenn das nicht gelebte, erlebte nicht mehr wichtig ist, dann lieber Vanilla als gar kein Sex.  Es ist nicht einfach den perfekten Partner zu finden und wenn, ist es oft mit viel Arbeit verbunden das für beide perfekte Bdsm zu finden, da kann ich mir gut vorstellen das man die Lust oder Kraft verliert es immer wieder zu versuchen.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, das wer schon  einmal eine perfekte Bdsm Beziehung gelebt hat , das dann eine Vanilla Beziehung überhaupt funktionieren kann. Ich denke für all die , für die es nur ein Spiel ist , sollte es kein Problem sein es an der Garderobe abzugeben. Es ist ein Teil von mir und nicht nur in der Session. Wenn einer Schwul ist, kann der das an der Garderobe abgeben und ist dann Hetero?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 16. Dezember 2021 17:48
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Elisa
FSK 18 geprüft

Ich bin erst mit 55 zum BDSM gekommen.

Und kann mir vorstellen, wenn einem der Richtige begegnet ohne BDSM Bezug, dann kann ich auch ohne BDSM meine Sexualität  ausleben.

Es gibt auch da mehr als Blümchensex, Männer die im Bett dominant sind, ohne BDSM.

Wichtig ist der Mensch und die Liebe zueinander 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 17. Dezember 2021 08:14
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Rainha
Teilnehmer

Darauf verzichten möchte ich nicht mehr. Es hat Jahre gedauert, bis ich erste Erfahrungen sammeln konnte - erst im Bereich SM, dann im D/s. Was ich mir so lange Zeit gewünscht habe, kann und darf ich jetzt leben. Das einfach so abzulegen, würde bedeuten, einen Teil von mir abzulegen und nicht mehr ich zu sein.

Vielleicht unterscheide ich auch deswegen zwischen D/s und Sex. Wie ich bereits schrieb, könnte ich auf Sex verzichten, aber nicht auf D/s. D/s hat zwar meine masochistische Ader ein wenig zurückgedrängt, diese ist jedoch immernoch vorhanden und braucht auch ab und zu ihre Befriedigung. Das wäre also schon der zweite Punkt, auf den ich nicht mehr verzichten kann - und ich will es auch nicht. Wobei es auch nach einer ausgiebigen session mit vielen sm-Anteilen eher selten bis nie zum Sex kommt.

Lange Rede - kurzer Sinn: ich lege weder meine BDSM-Neigung noch mein Hirn als serva an der Garderobe ab *floet*  

AntwortZitat
Veröffentlicht : 17. Dezember 2021 17:43
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Sena676
FSK 18 geprüft

Im Laufe der Jahre verändern wir uns. Aussteigen wäre das falsche Wort, denn ich glaube das sich der Focus in der Sexualität bzw. Neigungen durchaus verändern können. Wer z.B. eine 24/7 Beziehung gelebt hat und für sich feststellt, das ist nicht seine Bestimmung, steigt aus dieser Beziehungsform aus. Bedeutet für mich nicht BDSM den Rücken zu kehren. Aussteigen aus dem alten ja und auf zu neuen Wegen.

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Veröffentlicht : 19. Dezember 2021 16:46
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Bibbi
FSK 18 geprüft

BDSM oder besser D/S komplett aufgeben, kann ich mir zurzeit nicht vorstellen. Mein Partner sollte etwas Dominanz besitzen, muss aber kein BDSMer sein. Kann das gar nicht richtig umschreiben, vielleicht BDSM-affine?  Auf BDSM-Szene habe ich sowieso keine Lust.

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Veröffentlicht : 21. Dezember 2021 23:23
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Hardy68
FSK 18 geprüft

Für mich kann ich sagen..."Alles hat seine Zeit, die Neigung bleibt"....

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Veröffentlicht : 22. Dezember 2021 14:41
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dreamerlein
Teilnehmer

Ich denke das aktive "in der Szene sein", Parties, Clubs etc. Lässt für viele in einer langjährigen Beziehung nach, man ist sich in vielen Punkten "selbst genug" mit dem Partner und braucht weniger externen Input.

Eine komplett bdsm-freie Beziehung also auch ganz ohne dominantes Gegenüber im Bett kann ich mir für mich schwer vorstellen. Andererseits bin ich in der glücklichen Situation, mit meinem Dom und dem Vater meiner Kinder seit über 10 Jahren glücklich verheiratet zu sein.

Schwer zu sagen, wie die Entscheidung fallen würde  wenn alles andere passt, nur diese Facette nicht.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22. Dezember 2021 15:41
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Tranquillia
Autor

 

Ich denke das aktive "in der Szene sein", Parties, Clubs etc. Lässt für viele in einer langjährigen Beziehung nach, man ist sich in vielen Punkten "selbst genug" mit dem Partner und braucht weniger externen Input.

Kann ich unterschreiben, wird weniger, ganz unabhängig von der aktuellen Situation - Pandemie.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23. Dezember 2021 09:21
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Stahlrosen
FSK 18 geprüft
Veröffentlicht von: @hardy68

Für mich kann ich sagen..."Alles hat seine Zeit, die Neigung bleibt"....

Besser könnten wir es auch nicht sagen. Danke. *top*  

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. Dezember 2021 14:33
Kiljana
Teilnehmer

Ich bin mit 14/15 zu BDSM gekommen und direkt kopfüber in die Szene gefallen. Es gab nur (Spiel)Beziehungen, in denen BDSM eine Priorität war. Etwas anderes kam gar nicht infrage. Mein Freundeskreis besteht zu 95 Prozent aus BDSMlern. Wenn ich Lust habe, feiern zu gehen, besuche ich kinky Partys oder gehe in den Swingerclub. Nebenberuflich baue ich BDSM Accessoires und das Kopfkino spielt immer eine Rolle. 

Es gab immer wieder den Wunsch, einfach auszusteigen. Den Wunsch normal zu leben und zu lieben. Aber selbst wenn ich mir auferlegt habe, BDSM fern zu bleiben, zog es mich doch immer wieder hin.

In den letzten Jahren haben sich immer wieder Menschen aus meinem Dunstkreis rar gemacht, haben länger Vanilla gelebt, aber letztendlich sind sie doch alle früher oder später wieder aufgetaucht. Weil die Beziehung, die sie zeitweise glücklich gemacht hat, vorbei gegangen ist, weil sie wieder in die Gegend gezogen sind, weil Nachwuchs kam und jetzt wieder mehr Zeit ist. 🤔

Für mich ist das keine Phase und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ich dem wirklich irgendwann den Rücken kehren werde. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25. Dezember 2021 02:47
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Alessio
FSK 18 geprüft

Bei mir ist es irgendwie anders. Kam recht spät zu BDSM und habe es als Anfänger zusammen mit einer Anfängerin kennen und lieben gelernt.

In meiner letzten Beziehung konnte ich es dann auch nicht ausleben. Was anfangs nicht so schlimm war. Aber sich das immer mehr zugespitzt hat, da einfach was fehlt.

Ich will nicht mehr ohne, das macht es leider sehr schwer jemand passenden zu finden.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25. Dezember 2021 13:54
Zoe Stern
FSK 18 geprüft

Kurzzeitig hatte ich im Dezember überlegt   das Thema abzuhaken. Eine sehr schlecht ausgeartete DS Beziehung hat mich psychisch ziemlich mitgenommen. 

Aber ich denke das eine muss erstmal heilen und dann lass ich es wieder zu.

Meine Devotion habe ich schon gespürt mit etwa 17 oder 18. Da gab es in meinem Umfeld jedoch wenig bis keine Gelegenheit. Mit Anfang 20 hatte ich Partner mit denen ich es ansatzweise ausleben konnte. Dann war lange gar nichts. 
Nun über Sexdating Plattformen sind mir mehr Möglichkeiten eröffnet worden aber ich hatte eben Pech. 

Daher ist es nicht unbedingt das Ende.

Über mein Künstler Account meiner Texte sind wieder neue Kontakte entstanden - abseits von Sexdating Foren. 

Es gibt fürsorglichere Dominante Männer  die mit meinen „Specials“ durchaus umgehen können. 

In Zukunft werde ich mich nicht mehr so verbiegen lassen. 
Daher werde ich es nicht ablegen - nur besser auf mich Acht geben. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. Januar 2022 11:07
Tranquillia
Autor

Geht eine Beziehung zu Ende, stelle ich mein D/s auf den Prüfstand. Wobei keine meiner Beziehungen ist am BDSM an sich gescheitert. Vielmehr am Anspruch, den jeder von uns an den gelebten Alltag hatte. Als Top sehe ich das vielleicht differenzierter, lasse Emotionen nicht so dich an mich heran. Gedanken BDSM an den Nagel zu hängen hatte ich jedoch noch nie. Sollte eben nicht sein, hat nicht gepasst - auf in einen neuen Lebensabschnitt.

Mit der Zeit kommt die Routine, der Blick für das wesentliche. Beziehungsfähigkeit kommt dann vor dem BDSM.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. Januar 2022 21:23
Lilliesschen
FSK 18 geprüft

Sollte die Beziehungsfähigkeit nicht generell von den Neigungen kommen?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. Januar 2022 11:43
VelvetSteel
FSK 18 geprüft
Veröffentlicht von: @lillie

Sollte die Beziehungsfähigkeit nicht generell von den Neigungen kommen?

Und wie auch @Tranquillia schreibt: "Beziehungsfähigkeit kommt dann vor dem BDSM."

 

Dem stimme ich vollumfänglich zu. Denn wie oben erwähnt, wenn alles sonst stimmt, warum will man sich dann auf BDSM reduzieren und vielleicht für immer einsam und unglücklich sein. Obwohl man die Möglichkeit hat, eine gute Beziehung zu führen. Nur eben ohne den extra Kick. Ich persönlich glaube, die ganze Selbstoptimierung führt viele Menschen in einen Sackgasse. Nicht nur im BDSM ;)

AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. Januar 2022 13:16
Schwarzmatt
FSK 18 geprüft

Ich hab irgendwie bissi den Eindruck, dass Du - und etliche andere auch - dieses BDSM-Gedöns viiiiiiiiel, viiiiiiiiiiel zu ernst nehmt; ich meint..Du schreibst da von, dass Stammtische und Events der Mittelpunkt des Leben eines jeden BDSMlerlings seien..meine Güte, als wärs was, das Dein Leben, Dein Sein, bestimmt..dass NUR BDSM-Zweierleier in Frage kommen, weil ja man diesen einen Mantel angezogen hat..

Ich für meinen Teil hab noch andere Klamotten an als nur n Mantel; ich besteh aus weit mehr Interessensgebieten als NUR diesem einen mitunter äusserst schrägen Gebiet und seh so gar nicht, wieso ich mich irgendwem, der meine Neigungen nicht zur Gänze teilt, aber damit leben kann, verschliessen soll - ich kann gut mit, aber auch ganz gut ohne das Mäntelchen leben.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 14. Januar 2022 23:20
VelvetSteel gefällt das
Stahlrosen
FSK 18 geprüft

@Schwarzmatt

Wo siehst Du das Problem? Das Problem, mehrere Interessen zu haben und darüer hinaus für sich, die "must have's" - Beziehungs-Eckpfeiler zu definieren?

Es geht nicht um's: "viel zu ernst nehmen", sondern darum, was ein Jeder für Prioritäten für sich setzt. Wenn, für mich BDSM ein "Must have"-Eckpfeiler ist, weil ich mir eine Stino-Beziehung nicht vorstellen kann und möchte, -weil mir dann etwas Essenzielles fehlen würde, was die Beziehung auf lange Sicht zerstören würde, dann ist das so...kein Grund sich darüber lustig zu machen!

Deine Ironie und Dein Sarkasmus in allen Ehren, aber Deine Post's, die nur sarkastisch/ironisch sind, -ohne etwas Konstruktives zu den Themen zu sagen-, lassen tief blicken.

 

Marita

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 15. Januar 2022 16:58
FrankI und Rainha gefällt das
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