BDSM Aufwärmen

Aufwärmen – Spanking

Spaß soll es machen… und zwar für beide! Das sollte das Hauptmotto einer Session sein.

“Endorphin” heißt das Stichwort. Endorphine regeln den Schmerz und den Hunger. Sie sind auch im Zusammenhang mit der Entstehung von Sexualhormonen zu sehen. Eine Endorphinausschüttung ist auch der Grund, warum bei schweren Verletzungen zumeist am Anfang kein Schmerz empfunden wird. Übrigens werden Endorphine auch beim “Küssen” ausgeschüttet. Deswegen werden sie wohl auch Glückshormone genannt.

Endorphine entstehen bei einer Session nicht gleich von Anfang an. Ca. 10 min bis 30 min braucht das schon. Deshalb ist ein behutsamer Einstieg für ein lustvolles Spiel sehr wichtig. Diese sogenannte Aufwärmphase sollte anfänglich mit großflächigen Instrumenten bewerkstelligt werden. Die Hand, ein großflächige Paddle oder ein weicher Flogger bieten sich hierfür an. Dies fördert auch eine stärkere Durchblutung der entsprechenden Stellen und “wärmt” diese vor. Verletzungen werden so vermieden und man kann eine entsprechende Striemenproduzierung verringern.

BDSM Aufwärmen
Bildquelle: SMoRuN

Ganz allgemein definiert man im BDSM Aufwärmen mit  den sich langsam steigernde Schläge innerhalb der Wohlfühlgrenzen des Passiven zu Beginn einer Session (oder nach einer längeren Schlagpause).

Das Aufwärmen dient im Wesentlichen drei Zwecken:

  • dem sanften Anheben der allgemeinen Schmerzgrenze durch die Stimulation der Endorphinausschüttung
  • Einer temporären Betäubung der Nerven im Bereich der Schlagfläche durch Überreizung und somit einer lokalen Verringerung der Empfindlichkeit.
  • Regt diese intensive Massage der Schlagfläche dort die Durchblutung und Immunbereitschaft an. Das heißt, dass Verletzungen des Gewebes wie Striemen und Hämatome weniger leicht entstehen und nach dem Spiel auch schneller wieder abklingen. Um Spanking mit möglichst wenig Spuren durchzuführen, sollte/kann vor härteren Schlägen ausführlich aufgewärmt werden.

Das Aufwärmen im BDSM hat den Zweck, den Körper und die Psyche zu aktivieren und auf die Belastungen in der Session vorzubereiten. Einige BDSMer verzichten bewusst auf ein Aufwärmen und haben für ihre SM Session einen anderen Ansatz.

Gründe gegen das Aufwärmen

  • Es soll mehr Spuren geben (ja manche mögen die eben)
  • Ein normal warmer und durchbluteter Muskel ist nicht weniger verletzungsgefährdet als ein aufgewärmter was SM-typische Schlageinwirkung anbelangt
  • Die Hormonausschüttung kann ebenfalls anders erzeugt werden, zum Beispiel in dem man Sub vom Kopf, also mental her mit D/s vorbereitet.
  • Hormone wie Adrenalin dürften ohne langsames Aufwärmen noch stärker ausgeschüttet werde.

 

Letzte Aktualisierung: 2020-12-02 23:06:26

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